Am Samstagabend setzte die Liste CSU/unabhängige Wähler im Saal des Sportheims Postau zum Abschluss der Vorstellungsrunden in den einzelnen Ortsteilen einen politischen Höhepunkt. Neben Bürgermeisterkandidat Jürgen Gahr stellten sich die Landratskandidatin Claudia Geilersdorfer und einige Kreistagskandidaten, darunter auch Bundestagsabgeordneter Florian Oßner vor und traten in einen regen Diskurs mit den Gästen.
Im Fokus stand unter anderem der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs mit ergänzenden Angeboten wie Sammeltaxis auf Abruf oder ähnlichen Konzepten. Zudem wurde moniert, dass manche Prozesse im Landratsamt zu lange dauern würden, woraufhin Claudia Geilersdorfer deutlich machte, dass genau das eines der Themen ist, welches auch sie, im Falle ihrer Wahl zur Landrätin, gerne direkt angehen würde. „Ich setzte dabei auf eine neue Verwaltungskultur: Ein neues Landratsamt allein reicht nicht aus. Mit dem Neubau haben wir die Chance, Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und mit Digitalisierung Mitarbeiter zu entlasten. Mit einer effizienten Verwaltung, die als Dienstleister agiert, erleichtern wir unser Leben im Landkreis und schaffen Vertrauen in unseren Wirtschaftsstandort“, so Geilersdorfer. Die aktuell stellvertretende Landrätin setzt zudem auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den finanziellen Ressourcen, da nur durch solides und nachhaltiges Wirtschaften weiterhin in die Zukunft investiert werden könne. Ziel sei es mit erstklassigen Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung und bezahlbarem Wohnraum eine sichere und lebenswerte Heimat für alle Generationen zu schaffen.
Florian Oßner hob in seiner Rede die Bedeutung des Ehrenamtes und die wertvolle Arbeit der Kommunalpolitiker hervor. Besonders beeindruckt zeigte er sich vom Durchschnittsalter der Postauer Kandidaten für den Gemeinderat, welches bei 43 Jahren liegt. So ein „junges und über alle Berufsgruppen vertretenes Team“ ist eine Seltenheit, so Oßner und lobte das ehrenamtliche Engagement.Unterhaltsam führte er dann aus, dass es keinerlei Einflussnahme der Parteispitze auf die Basis gebe, wie es des Öfteren die politischen Mitbewerber behaupten: „Ich bin schon mehrmals von Markus Söder angerufen worden, aber kein einziges Mal, weil er mir sagen wollte, was ich kommunalpolitisch zu tun habe.“ Diesen direkten Draht stellte Florian Oßner dann auch als besonderesAlleinstellungsmerkmal für die gesamte CSU-Familie heraus. Von der Kommunal-, Bezirks-, Landes-, über die Bundes- bis hin zur Europaebene gebe es einen direkten Ansprechpartner aus der Region, so der Bundestagsabgeordnete und Kreistagskandidat. Nach einem kurzen Exkurs zur aktuellen Finanzlage überließ der 45-jährige Volkswirt dann einigen weiteren Kandidaten der CSU-Kreistagsliste die Bühne.
Es stellten sich noch vor: Josef Klaus aus Niederaichbach (amtierender erster Bürgermeister), Martina Hammerl aus Ergolding (Bezirks- und Kreisrätin), Karl-Josef Wenninger aus Essenbach, Heinrich Laubner aus Gerzen, Thomas Bauer aus Weng, Martin Huber aus Weng (Junge Liste). Nach den Vorstellungen wurde noch an den Tischen weiter diskutiert und viele Gäste nutzen die Gelegenheit auf ein direktes Gespräch mit einem der anwesenden Politiker.
