Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft fundamental. Gerne wird sie als Allheilmittel für den Abbau von bürokratischen Prozessen angepriesen. Ein sicherer Umgang mit digitalen Angeboten wird deshalb immer wichtiger. Bereits Kinder lernen in der Schule Medienkompetenz, die Bedeutung von Datenschutz und das Erkennen seriöser Inhalte auf dem Handy.
Andererseits fühlen sich viele - vor allem Ältere - von der zunehmenden Digitalisierung überfordert, abgehängt und in der Folge isoliert. Erwartungsgemäß folgten die Pettendorfer:innen der Einladung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am 25.1. ins Dorfhaus Kneiting mit einem Strauß voller Fragen. Bei Kaffee und Kuchen hatten die GRÜNEN, alle Hände voll zu tun. Von Fragen zum Aufspielen neuer Betriebssysteme auf den Computer, über das Einrichten von E-Mail-Postfächern auf dem Handy bis hin zu komplexen Fragen bei Installationen in Linux konnten Bürgermeisterkandidat Johann Bruckner und die Gemeinderatskandidaten Thomas Proll und Peter Greiner Lösungsvorschläge aufzeigen.
„Unser Angebot zeigt, wie groß der Bedarf an Hilfsangeboten für Senior:innen beim Umgang mit digitalen Medien ist“, resümierte Bürgermeisterkandidat Johann Bruckner. „Wir wollen die Digitalisierung auch in unserer Gemeindeverwaltung weiter ausbauen, aber als Angebot, für diejenigen, die das nutzen wollen. Daneben sollte es auch ein Recht auf analoges Leben geben. Wer möchte, sollte noch persönlich auf dem Amt einen Personalausweis beantragen können, oder eine Fahrkarte im Bus mit Bargeld bezahlen dürfen.“ Auch Christiane Proll, Listenführerin der GRÜNEN Gemeinderatsliste für Pettendorf, sah Bedarf für mehr Unterstützung von Senior:innen: „Die Digitalisierung ist für mich nur ein Beispiel dafür, warum wir in einer älter werdenden Gesellschaft das wundervolle ehrenamtliche Engagement in unserer Gemeinde durch eine hauptamtliche Seniorenbeauftragte (mwd) ergänzen sollten.“ Die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und professioneller Unterstützung hat sich bei der Jungenpflege in Pettendorf sehr bewährt. „Es ist höchste Zeit, dass wir diese Erfahrungen nun auch auf die Senioren übertragen“, resümierte Gemeinderätin Gaby Vetter-Löffert.
