ILE Heimatviertel lädt zur Klausur nach Osterhofen
Osterhofen. Wie kann die Zusammenarbeit der zehn Kommunen im Heimatviertel weiterwachsen? Dieser Frage widmeten sich die Mitglieder der Gremien der ILE Heimatviertel bei einer gemeinsamen Klausur am 26. September im Hotel Bayerischer Löwe in Osterhofen. Eingeladen hatte die Vorstandschaft der ILE Heimatviertel – ein kommunaler Verbund der Gemeinden Auerbach, Außernzell, Grattersdorf, Hengersberg, Hunding, Iggensbach, Lalling, Schaufling, Schöllnach und Zenting. Unterstützt und gefördert wurde die Veranstaltung durch die Schule der Dorf- und Landentwicklung Plankstetten (SDL), moderiert wurde die Klausur von Prof. Dr. Markus Lemberger.
Im Mittelpunkt stand vor allem das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch. Besonders die neu gewählten Bürgermeister, Gemeinde- und Markträte sollten die ILE Heimatviertel, ihre Aufgaben und ihre Arbeitsweise kennenlernen. Gleichzeitig bot der Tag den bereits erfahrenen Mitgliedern die Möglichkeit, zurückzublicken, Entwicklungen zu besprechen, zu bewerten, zu kritisieren und dabei gemeinsam neue Ideen für die Zukunft zu entwickeln.
Der Erste Vorsitzende der ILE Heimatviertel und Bürgermeister der Gemeinde Zenting, Dirk Rohowski, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich und stellte die Bedeutung des gemeinsamen Austauschs heraus. Gerade nach den Kommunalwahlen sei es wichtig, die neuen Mitglieder gut mitzunehmen und ihnen einen Einblick in die ILE Heimatviertel und ihre gemeinsame Arbeit zu geben. Mit einem Zitat von Henry Ford brachte Rohowski den Gedanken des Tages auf den Punkt: „Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“ Die ILE Heimatviertel sei über die Jahre Schritt für Schritt gewachsen und inzwischen zu einer gelebten Zusammenarbeit der Gemeinden geworden. Sein Leitgedanke: „Miteinander statt nebeneinander“. Sein Dank galt allen Bürgermeisterkollegen, Gemeinderäten, Verwaltungen und den engagierten Mitwirkenden in den Projekten und Arbeitsgruppen.
Anschließend stellte Sven Päplow, Betreuer der ILE Heimatviertel vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern, die Grundlagen und Möglichkeiten der Integrierten Ländlichen Entwicklung vor. Danach ging es unter der Moderation von Prof. Dr. Markus Lemberger in die gemeinsame Klausurarbeit. In den vier Handlungsfeldern „Moderne Verwaltung“, „Wirtschaft und Innenentwicklung“, „Lebensqualität und Regionalbewusstsein“ sowie „Freizeit und Tourismus“ wurde intensiv gearbeitet. Die Teilnehmer tauschten Erfahrungen aus, diskutierten Herausforderungen und entwickelten gemeinsam Ideen für mögliche Projekte.
Die offene und aktive Mitarbeit sorgte dabei für eine gute Stimmung. Es wurde diskutiert und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Deutlich wurde: Viele Aufgaben und Herausforderungen ähneln sich in den Gemeinden. Gerade deshalb kann es sinnvoll sein, Erfahrungen zu teilen, Kräfte zu bündeln und nicht jede Aufgabe zehnmal neu lösen zu müssen.
Zum Abschluss setzte der zweite Vorsitzende der ILE Heimatviertel und Bürgermeister der Gemeinde Auerbach, Gerhard Weber, mit seinem Impulsvortrag einen Gedanken für die Zukunft. Er erinnerte daran, dass jede der zehn Gemeinden ihre eigene Geschichte, ihre Traditionen und ihre Besonderheiten habe. Gleichzeitig verbinde die Menschen eine gemeinsame Heimat. Sein Appell: Die eigenen Stärken bewahren und gleichzeitig über die Gemeindegrenzen hinaus gemeinsam denken.
Mit diesem Gedanken ging ein abwechslungsreicher Klausurtag zu Ende. Die Teilnehmer nahmen viele neue Eindrücke, Ideen und Anregungen mit. Nun gilt es, die Ergebnisse der Klausur in die Arbeit der ILE Heimatviertel einfließen zu lassen und die Zusammenarbeit der zehn Gemeinden weiter mit Leben zu füllen.

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