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Einschulung mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf: Jugendamt informiert Eltern über Wege und Möglichkeiten
Kupferstadt Stolberg - Pressemitteilungen
28.09.2026, 13:35
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In diesem Jahr lud das Jugendamt der Kupferstadt Stolberg erstmals zu einem Informationsnachmittag rund um die Einschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ein. Hier erhielten Eltern, Fachkräfte aus Regeleinrichtungen und weitere Interessierte im Zinkhütter Hof umfassende Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten und Wegen, die Kindern mit einem Förderbedarf beim Übergang in die Schule offenstehen.

 

Für viele Eltern ist die bevorstehende Einschulung ihres Kindes mit Fragen und Unsicherheiten verbunden. Wird mein Kind an einer Regelschule gut unterstützt? Welche Förderschwerpunkte gibt es? Wie läuft das Verfahren zur Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs ab? Und welche Schule oder welcher Lernort ist für mein Kind der richtige? Mit dem Informationsnachmittag wollte das Jugendamt dazu beitragen, diese Fragen frühzeitig aufzugreifen, Orientierung zu geben und mögliche Sorgen abzubauen.

 

Ziel der Veranstaltung war es, Eltern und Fachkräften die wichtigsten Informationen rund um das Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs (AO-SF) zu vermitteln. Gleichzeitig sollte deutlich werden, dass es nicht den einen richtigen Weg für alle Kinder gibt. Je nach individuellem Unterstützungsbedarfen können unterschiedliche Bildungswege und Lernorte in Betracht kommen. „Eine gute Entscheidung setzt deshalb vor allem eines voraus: Eltern brauchen schon präventiv verständliche Informationen, verlässliche Ansprechpartner*innen und die Möglichkeit, sich mit den beteiligten Fachstellen und Schulen auszutauschen, damit der Übergang zur Primarschule gut gelingen kann. Jedes Kind darf dabei seinen eigenen individuellen Weg gehen – den Weg, den es für seine ganzheitliche Entwicklung braucht“, betont Katrin Schumacher, ständige Vertretung der Jugendamtsleitung.

 

Den Auftakt bildete der Beitrag von Frau Dr. Quadflieg, Ärztin des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes der Städteregion Aachen. Sie informierte über die Schuleingangsuntersuchung, erläuterte deren Ablauf und ging insbesondere auf Fragen und mögliche Sorgen der Eltern ein. Dabei war es ihr wichtig, deutlich zu machen, dass die Untersuchung „kein Test und keine Prüfung, die bestanden werden müsse“ sei.

 

Anschließend stellte Frau Baranowski, Schulamtsdirektorin für die Förderschulen des Schulamtes der Städteregion Aachen, das Verfahren zur Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs vor. Sie erläuterte, wann und bei wem ein Antrag gestellt werden kann, welche Förderschwerpunkte grundsätzlich bestehen und welche Aufgaben und Zuständigkeiten bei Eltern, Schule und Schulaufsicht liegen. Damit erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die verschiedenen Schritte des Verfahrens und eine wichtige Orientierung für den weiteren Weg.

 

Frau Küppers, Amtsleitung des Schulverwaltungsamtes der Kupferstadt Stolberg, informierte im Anschluss über die Schulanmeldung und stellte die Stolberger Schulen mit Gemeinsamem Lernen (GL) sowie die Förderschulen vor. Dabei rückte sie ebenfalls den Blick auf jedes Kind in den Mittelpunkt: „Nicht nur darüber gesprochen werden solle, was ein Kind nicht kann, sondern darüber, welche Bedingungen es braucht, damit es zeigen kann, was in ihm steckt.“

 

Gerade dieser Perspektivwechsel war ein zentraler Gedanke des Informationsnachmittags. Ein sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf beschreibt nicht allein Schwierigkeiten oder Einschränkungen eines Kindes. „Vielmehr geht es darum, herauszufinden, welche Unterstützung und welche Rahmenbedingungen ein Kind benötigt, um seine Fähigkeiten und Ressourcen entfalten zu können“, sagte Hanna Wichert von der kommunalen Präventionskette der Kupferstadt Stolberg.

 

Im Anschluss an die Vorträge nutzten die Besucher*innen die Gelegenheit, mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Regel- und Förderschulen, der Schulaufsicht, des städteregionalen Gesundheitsamtes sowie der Kupferstadt Stolberg an den Informationsständen persönlich ins Gespräch zu kommen.

 

Das Jugendamt der Kupferstadt Stolberg bedankt sich bei allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren für die informative und offene Gestaltung des Nachmittags sowie bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihr großes Interesse. Der Austausch hat gezeigt, wie wichtig verständliche Informationen und persönliche Beratung sind, damit Familien den für ihr Kind passenden Weg mit möglichst viel Sicherheit und Zuversicht gehen können.

 


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