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Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
Seniorenbeirat Eckental
12.06.2026, 16:21
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Der Seniorenbeirat hat in Kooperation mit dem Hospizverein Eckental  zu einem Vortrag  über das Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in die Räume des Hospizvereins eingeladen. Referentin ist Gaby Dettmann, Mitglied des Vorstands und Hospizbegleiterin. 
Für Einzelgespräche stehen auf telefonische Anfrage 9 speziell ausgebildete Hospizmitarbeiter zur Verfügung.
Grundlage aller Überlegungen zur Vorsorgevollmacht ist die Tatsache, dass ich nicht mehr in der Lage bin, mich zu äußern; eine Situation, in der ich mich nicht sehe. Aber was, wenn sie eintritt?
In sehr anschaulicher Weise wurde zunächst die Vorsorgevollmacht erklärt. 
Der bevollmächtigten Person werden sehr weitreichende Befugnisse eingeräumt. Diese sollte mein bedingungsloses Vertrauen genießen, da sie über die gesamte Gesundheits- und Vermögenssorge, über ein Vertretungsrecht gegenüber Behörden und Gerichten, über den gesamten Post- und digitalen Verkehr sowie über alle Geldangelegenheiten verfügen kann. 
Da die Vorsorgevollmacht ab meiner Unterschrift als Vollmachtgeber gültig ist, sollte das Original möglichst bei mir bleiben, um einem Missbrauch vorzubeugen. In der Regel sollte die bevollmächtigte Person erst tätig werden, wenn ich nicht mehr in der Lage bin meine Angelegenheiten selbst zu regeln (Zugang zum Dokument wichtig). Frau Dettmann ergänzt, dass bei der Übertragung der Geldgeschäfte eine zusätzliche Vollmacht des Geldinstituts vorliegen muss.
Eine Betreuungsverfügung kommt für all die Menschen in Frage, die keine so weitreichende Vollmacht erteilen möchten. Hier wird eine vertraute Person benannt, die vom Betreuungsgericht nach Eintritt der eigenen Unfähigkeit zum Betreuer bestellt werden soll und die dann die Festlegungen der Patientenverfügung durchsetzt. Der Betreuer und das Betreuungsgericht sind an diese Festlegungen gebunden. 
In der Patientenverfügung werden die medizinischen und pflegerischen Maßnahmen festgelegt. Von besonderer Bedeutung sind hier die zusätzlich frei formulierten Wünsche in den Persönlichen Ergänzungen, Bedürfnisse und Werte, die für die bevollmächtigte Person oder den Betreuer die oft schwierigen Entscheidungen erleichtern und Hilfestellung geben sollen.
Durch viele persönliche Hinweise ergänzt Gaby Dettmann das Thema, nimmt ihm die Schwere und steigert die Anschaulichkeit. Dafür danken alle Beteiligte. Das große Interesse zeigt sich an dem voll besetzten Raum und auch an den gezielten Fragen im Anschluss.


Beschreibung

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