Am 01. Oktober trafen sich im Pfarrzentrum St. Otto in Herzogenaurach über 80 Personen aus allen Pfarreien im Seelsorgebereich Aurach-Seebachgrund sowie Vertreter*innen der evangelischen Kirchengemeinden und der Herzogenauracher Bürgermeister German Hacken, um sich an der Gestaltung der Zukunft der Kirche im Seelsorgebereich Aurach-Seebachgrund mit ihren Ideen aktiv zu beteiligen.
Pfarrer Michael Pflaum eröffnete den Abend und die Mitglieder des Seelsorgebereichsrates stellten sich allen vor und Thomas Willert und Sandra Ebersberger, die gemeinsam mit Pfarrer Pflaum und Gemeindereferent Christian Deuber die Prozessverantwortlichen sind, erläuterten den Hintergrund für den gemeinsamen Workshop-Abend.
Erzbischof Gössl startete am Anfang dieses Jahres den pastoralen Bistumsprozess „Entscheiden und Handeln: Für eine Kirche mit Zukunft“. Bis Sommer 2027 entwickeln die 35 Seelsorgebereiche im Erzbistum jeweils eigene pastorale Strategien und konkrete Umsetzungen dieser Strategien.
Thomas Willert stellte anhand der Pastoralen Orientierungen von Erzbischof Gössl die vier Themenbereiche vor, was Menschen bei der Kirche suchen – ihren Glauben leben, kirchliche Dienstleistungen oder Engagement suchen, offen für Lebens- und Sinnfragen sind sowie Unterstützung in Notsituationen benötigen. Für diese vier Zielgruppen will Kirche in unterschiedlicher Weise da sein – und dabei besonders für diejenigen, die sie bisher kaum oder gar nicht erreicht.
Nach der Einführung folgte ein reger Workshop-Abend mit vielen Gesprächen und vielen Zetteln, die an den Thementischen vollgeschrieben wurden – mit Ideen und Vorschlägen zu den pastoralen Strategien, die der Seelsorgebereich bis nächstes Jahr entwickeln muss, und konkreten Handlungsmodellen. Vieles wird in den Pfarreien bereits ehrenamtlich organisiert und getragen – und das wird weiter ausgebaut werden. Die Rolle der Hauptamtlichen wird sich verändert – eine Kernfrage der Kirche der Zukunft wird sein, wie sie ohne stets verfügbare Pfarrer Kirche bleibt. Was Engagierte weiter tragen, wird bleiben – was sie nicht mehr tun können, muss losgelassen werden. Konkret benannt wurden Handlungsmodelle und Strategien zu den Themen Angebote für Kinder und Jugendliche, Kirchen als Räume für Musik, Kunst und Kultur, Kirche mit Räumen für Gruppentreffen verschiedenster Art und neue spirituelle Angebote für Menschen, die über die Gottesdienste nicht erreicht werden. Auch weitere Ideen zur ökumenischen Zusammenarbeit sind entstanden.
Der Seelsorgebereichsrat wird nun alle Ergebnisse sichten und ordnen und daraus 8 bis 10 pastorale Strategien für die Kirche vor Ort im Aurach-Seebachgrund zu entwickeln. Ein zweiter Workshop-Abend wird im Februar 2027 stattfinden.
Das Prozessteam freute sich sehr über den großen Zuspruch und die rege Mitarbeit an diesem Abend mit viel Freude und Zuversicht – die Zukunft der Kirche im Aurach-Seebachgrund sieht hoffnungsvoll aus!
