Am vergangenen Freitag fand im Bergbaumuseum eine Vernissage statt, bei der junge Künstler*innen aus der GGS Aldenhoven ihre Werke der Öffentlichkeit präsentierten. Die Ausstellung zeigte, wie sich große Vorbilder wie Picasso, Miró und Hundertwasser in eigene Ideen übersetzen lassen – von Zeichnungen, über Keramik bis hin zu Gemälden.
Tiere, Häuser, Türme, Schalen
„Die Kinder haben so viel Fantasie und gestalterischen Mut.“ sagt Angelika Keller sichtbar stolz. Sie hat die Schüler*innen ein ganzes Schuljahr lang begleitet und gemeinsam mit ihnen die Gestaltungsprinzipien der großen Künstler erkundet, die sie dann in eigene Werke kreativ umgesetzt haben.
Ob Katze, Eule, Stier oder Taube: Zu sehen waren unter anderem Skizzen, die sich an Picasso anlehnen und in einer Keramik-Umsetzung zum Ausdruck kommen. Fantasievolle Hundertwasser-Häuser und -Türme, ließen in der Ausstellung eine eigene architektonische Welt entstehen.
Besonders eindrucksvoll war der Moment, in dem Angelika Keller selbst noch einmal Hand anlegte und spontan erklärte: „Oh, das muss auf dem Kopf stehen!“ Solche Augenblicke zeigen, dass es in der Kulturarbeit nicht nur um das Ergebnis geht, sondern auch um den Prozess: ausprobieren, verändern, neu denken.
Zu Gast im Bergbaumuseum
Dass die jungen Künstler*innen aus der GGS Aldenhoven ihre Arbeiten im Bergbaumuseum präsentieren konnten, macht die Vernissage zu mehr als einer reinen Ausstellung: Sie ist ein sichtbares Beispiel für kulturelle Bildung, in der Kinder zu aktiven Mitgestaltenden werden. Das Bergbaumuseum bot dabei den passenden Rahmen: Bei dieser außergewöhnlichen Veranstaltung trafen hier Jung auf Alt, Tradition auf Zukunft, Industriegeschichte und Kinderkunst. Dabei entstand eine ganz besondere, energievolle und zugleich herzliche Atmosphäre. Ganz egal ob Lock, Wagen oder Stahlseil - die Schüler*innen eroberten das Museum und fühlten sich sichtbar wohl: „Die Kinder können gerne hier alles erkunden - es kann nichts kaputt gehen.“ sagt Willi Dickmeis, Gastgeber und Vorsitzender des Bergmännischen Traditionsvereins.
Als Dankeschön überließen Angelika Keller und die GGS-Kinder eine selbst erstellte Keramik-Stele dem Museum.
Die Zusammenarbeit erfolgte im Rahmen des Landesprogramms „Kultur und Schule NRW“. Ein besonderer Dank gilt der Gemeinde Aldenhoven als Schulträgerin, dem SKF Düren als Träger der OGS sowie dem Förderverein der GGS Aldenhoven „Freunde und Förderer der GGS Aldenhoven“ e.V. Für die tatkräftige Unterstützung.
