„Kapitel XXXVI: Von einer wunderbaren Vision, die Bruder Leo von unserem Orden hatte.“
Einmal ist Franziskus schwer erkrankt. Bruder Leo pflegt ihn. Als er bei ihm wacht, hat er plötzlich eine Vision:
Einige Ordensbrüder gehen schwer beladen über einen reißenden Strom und werden mitgerissen. Dann sieht er einige Ordensbrüder, die arm und ohne Gepäck sind. Sie überqueren den Fluss ohne die geringste Gefahr.
Als Bruder Leo wieder zu sich kommt, merkt Franziskus, dass ihn etwas umtreibt. Leo erzählt ihm von seinem Traumbild.
Franziskus sagt:
„Was Du gesehen hast, ist wahr. Der große Strom ist diese Welt. Diejenigen Brüder, die nicht dem Ruf des Evangeliums folgen, insbesondere der heiligen Armut, werden mitgerissen.“
Wer Schweres und Zuvieles ablegt, kommt leichter durch den Fluss der Welt. Diese Haltung strebten Franziskus und seine Brüder vehement an. Diese Haltung könnte auch unserer Welt heute gut tun.
Impulse:
- Wo verspüre ich ein „Zuviel“ an Reizen und Dingen?
- Was ist unserer Natur „Zuviel“?
- Was kann ich in diesen Wochen einfach mal weglassen?
Guter Gott,
ich lege die Last meines Überflusses in Deine Hände.
Mache mich einfach leichter!
Das Veilchen blüht für Bescheidenheit und Leichtigkeit.
