Tauben gehören inzwischen auch bei uns ganz selbstverständlich zum Ortsbild. Oft wirken sie hungrig oder hilfsbedürftig. Aus Mitgefühl werden deshalb Brot oder Essensreste ausgestreut. Was gut gemeint ist, hat jedoch weitreichende negative Folgen.
Ein dauerhaftes Nahrungsangebot führt dazu, dass sich Tauben stärker vermehren. Wo regelmäßig gefüttert wird, finden sie ideale Bedingungen vor und die Population wächst über das natürliche Maß hinaus. Dadurch breiten sich Krankheiten leichter aus, und die Lebensbedingungen für die Tiere verschlechtern sich. Ohne zusätzliche Fütterung würde sich der Bestand auf natürliche Weise regulieren.
Ein weiteres ernstzunehmendes Problem: Futterreste bleiben häufig auf dem Boden liegen. Diese werden nicht nur von Tauben, sondern auch von Mäusen und Ratten gefressen. Gerade Ratten profitieren stark von solchen Nahrungsquellen. Wo regelmäßig gefüttert wird, steigt daher auch die Wahrscheinlichkeit einer Rattenvermehrung. (Bild KI generiert)
Mit zunehmender Tauben- und Rattenpopulation nehmen zudem Verschmutzungen deutlich zu. Kot und Essensreste beeinträchtigen das Ortsbild. Ratten können Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursachen und stellen ein hygienisches Risiko dar. Die Beseitigung dieser Probleme verursacht erhebliche Kosten, die von der Allgemeinheit getragen werden.
Ähnliche Auswirkungen hat auch das unkontrollierte Füttern wildlebender Katzen. Offene Futterschalen im Freien ziehen ebenfalls Nager an, wenn Reste nicht entfernt werden.
Unser Appell: Bitte verzichten Sie auf das Füttern von Tauben und anderen Tieren im öffentlichen Raum. Verantwortungsbewusstes Handeln hilft, Verschmutzungen zu vermeiden und die unkontrollierte Vermehrung von Tauben, Ratten und anderen Tieren einzudämmen.
