Ab 12. Februar greifen zeitgenössische Interventionen in die Dauerausstellung im Museumsaltbau ein. Die Keramikerin Stephanie Borchardt erweitert die historischen Gebrauchsgefäße des Museums durch zeitgenössisches Steinzeug und verbindet traditionelle Techniken mit eigener Formsprache. Der Gestalter Christoph Leuner bringt skulpturale Hohlkörper ein, die das Verhältnis von Material, Volumen und Bedeutung neu ausloten und überraschende Korrespondenzen zur Sammlung schaffen. Der Maler und Lyriker Günter Nosch schließlich begegnet der Sammlung mit poetischer Ironie: Rund fünfzig Exponate versieht er mit neuen, spielerischen Titeln und kurzen, dudenartigen Definitionen, die Sehgewohnheiten irritieren und neue Assoziationen eröffnen. Gemeinsam regen diese Interventionen zu einem frischen, offenen Blick auf historische Objekte an und eröffnen ein dialogisches Museumserlebnis über das gesamte Jahr.
Fotorechte: Museum Werdenfels, Christoph Leuner
Kunst-Interventionen: von links nach rechts
Christoph Leuner HOHL-KÖRPER #12.1 MDF orange, OSB, gedrechselt, 2022
Stephanie Borchardt Biographischer Bildplatten, Steinzeug, frei gedreht, Transfer-Fotodruck, 2025/26
Günter Nosch Dudendichten 4, 2025
Christoph Leuner Im Werden, Lärchenholz, Nussbaum, Farblack, gelegt, montiert, 2026