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Landkreise Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen sind Hotspots der seltenen Waldformen
Kreuzbergallianz (Schönau a.d. Brend)
22.04.2026, 08:33
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Neue Broschüre zu Mittel- und Niederwäldern

 

Im späten 17. und 18. Jahrhundert wurden zwei Drittel der Wälder in Deutschland als Mittel- oder Niederwälder genutzt. Heute nehmen sie nur noch etwa 0,1 Prozent der deutschen Waldfläche ein. Die kürzlich erschienene Broschüre „Mittel- und Niederwälder in Bayern“ zeigt auf 88 Seiten, warum es sich lohnt, die letzten Bestände dieser besonderen Waldnutzungsformen zu erhalten. Herausgegeben wurde sie vom Biodiversitätszentrum Rhön (BioZ) mit Sitz in Bischofsheim, dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) und der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF).

 

Die Landkreise Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen beherbergen zusammen 30 Prozent der bayerischen Flächen. Die Fortführung dieser arbeitsintensiven Bewirtschaftungsformen wird mit zahlreichen Initiativen unterstützt. Darunter das gemeinsame Projekt „Lichte Wälder in Franken“ des BioZ und der LWF, in dessen Rahmen die neue Veröffentlichung erarbeitet wurde.

 

„Die Broschüre ist ein wichtiger Baustein der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit und lädt dazu ein, diese besondere Form der Waldbewirtschaftung kennen und schätzen zu lernen“, so Dr. Peter Pröbstle, Präsident der LWF.

 

Ziel der Publikation ist es, die Wahrnehmung und Wertschätzung von Mittel- und Niederwäldern zu stärken. Entsprechend liegt der Fokus auf ihrem kulturellen und ökologischen Wert sowie auf den Menschen, die diese Wälder bewirtschaften und pflegen. Interviews mit Bewirtschaftern und Menschen aus den Forst- und Umweltverwaltungen geben unter anderem Einblicke in die seit Jahrhunderten angewandten Bewirtschaftungsregeln und -techniken. Diese gelebte Tradition hat einigen Wäldern sogar die Auszeichnung als Immaterielles Kulturerbe eingebracht. Gleichzeitig zeigen sie die persönliche Motivation der Akteure, sich für den Erhalt dieser besonderen Waldformen einzusetzen. Gestützt auf aktuelle Monitoring-Ergebnisse verdeutlicht die Broschüre zudem die immense Artenvielfalt dieser Lebensräume.

 

Die Broschüre ist über den Bestellshop der Bayerischen Staatsregierung unter www.bestellen.bayern.de  kostenfrei erhältlich.


Beschreibung

Die Kreuzbergallianz Vier Gemeinden stehen zusammen! Mitten im Biosphärenreservat Bayerische Rhön erstreckt sich im Landkreis Rhön-Grabfeld eine Region, die wahrhaftig als Land der offenen Fernen bezeichnet werden kann. Den Besucher erwartet ein Bild aus einem Wechselspiel zwischen offenen sattgrünen Weideflächen und den charakteristischen Hügeln und Kuppenbereichen einer historisch gewachsenen Kulturlandschaft. Dazwischen liegen Orte, die geprägt sind von einer Tradition und Geschichte, die noch heute an vielen Stellen sichtbar ist. Der 928 m hohe Kreuzberg markiert, nicht nur als touristischen Anziehungspunkt, sondern auch als einen Ort der Besinnung durch die Präsenz des Franziskaner Klosters, den Mittelpunkt dieser Region. Die an den Kreuzberg angrenzenden Gemeinden Bischofsheim i.d.Rhön und Sandberg sowie die weiter östlich vom Kreuzberg gelegenen Gemeinden Markt Oberelsbach und Schönau a. d. Brend, haben sich in einer kommunalen Allianz zusammen geschlossen, um ihre Region in den nächsten Jahren als Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum gemeinsam weiter zu entwickeln.