Bundesministerium stärkt digitale Daseinsvorsorge im ländlichen Raum
Große Freude in der ILE-Region MainWerntal: Das Projekt „AlltagsHELDEN“ wird mit rund 530.000 Euro aus einem Bundesförderprogramm für digitale Angebote im ländlichen Raum unterstützt. Die offizielle Förderurkunde wurde im Rahmen der Internationalen Grünen Woche beim Zukunftsforum Ländliche Entwicklung in Berlin überreicht. Insgesamt stellt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) bundesweit rund 2,6 Millionen Euro für digitale Modellprojekte zur Verfügung. Mit dem Förderprogramm sollen digitale Lösungen unterstützt werden, die das Leben in Stadt und Land gleichermaßen verbessern. Ein besonderer Fokus liegt darauf, dass digitale Systeme gut miteinander zusammenarbeiten und vorhandene Verwaltungsdaten sinnvoll genutzt werden
Die Parlamentarische Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf betonte bei der Übergabe der Förderbescheide: „Digitale Interoperabilität und offene Daten sind zentrale Bausteine für eine moderne, leistungsfähige Daseinsvorsorge und gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen Raum. Mit Daten und Digitalisierung wollen wir unsere Heimat gemeinsam gestalten.“
AlltagsHELDEN: konkrete Hilfe für pflegende Angehörige
Das Projekt AlltagsHELDEN wurde im Ideenwettbewerb „Interop.Land“ aus über 100 Bewerbungen als eines von bundesweit nur fünf Projekten ausgewählt. In der ILE-Region MainWerntal entsteht damit eine barrierearme digitale Plattform, die sich gezielt an pflegende Angehörige richtet und zugleich die Arbeit der Sozialstationen unterstützen und entlasten soll. Auf der Plattform werden bestehende Hilfsangebote aus den Bereichen Pflege, Beratung, Alltagshilfe und Entlastung übersichtlich gebündelt. Die Angebote sind leicht verständlich dargestellt und können direkt digital gebucht werden. So wird der Zugang zu Unterstützung deutlich einfacher und pflegende Angehörige werden im oft herausfordernden Alltag spürbar entlastet.
Susanne Keller, ILE-Managerin der Region MainWerntal, die die Förderurkunde in Berlin entgegengenommen hat, erklärt: „Gerade im ländlichen Raum stehen pflegende Angehörige vor besonderen Herausforderungen. Mit AlltagsHELDEN schaffen wir ein digitales Angebot, das Unterstützung sichtbar, erreichbar und alltagstauglich macht. Die Förderung ist ein starkes Signal für unsere Region und zeigt, dass innovative Lösungen auch außerhalb der Ballungsräume entstehen.“
Projektträger ist für die ILE-Region MainWerntal die Stadt Arnstein die das Vorhaben gemeinsam mit der Technischen Hochschule Deggendorf sowie dem IDA – Institut für Innovation und Digitalisierung GmbH umsetzt.
Ein besonderer Schwerpunkt der Förderung liegt auf der Übertragbarkeit: Die entwickelte Plattform soll so gestaltet werden, dass sie künftig auch von anderen ländlichen Kommunen genutzt und weiterentwickelt werden kann.
Digitale Lösungen für eine starke Daseinsvorsorge
Programme wie „Interop.Land“ zeigen, wie digitale Angebote Menschen im Alltag wirklich unterstützen können. Sie helfen dabei, dass Bürgerinnen und Bürger einfacher miteinander in Kontakt kommen, teilhaben können und ihre Heimat aktiv mitgestalten. Besonders auf dem Land, wo Wege oft weit sind und Angebote rar, machen digitale Lösungen den Alltag spürbar leichter: Sie sparen Zeit, schaffen Übersicht und machen es einfacher, die Hilfe zu finden, die man gerade braucht. „Durch die Bündelung der vielen digitalen Systeme in einer intuitiv bedienbaren AlltagsHELDEN-Plattform, die eng an die Bedarfe angelehnt wird, können erhebliche Mehrwerte für Pflegebedürftige und deren Angebote geschaffen werden. Durch aktives Einbeziehen aller Zielgruppen soll eine langfristige Lösung für die Region geschaffen werden“, fügt Prof. Dr. Diane Ahrens, Professorin für Internationales Management an der Technischen Hochschule Deggendorf an.
Fotos: https://www.picdrop.com/photothekmedialab2/kSruoQW3HV
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Der Beitrag 530.000 Euro für digitales Pflegeprojekt „AlltagsHELDEN“ in der ILE-Region MainWerntal erschien zuerst auf Region MainWerntal.
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