Glocken aus nächster Nähe erkundet
Elf Kommunionkinder haben ein kleines Abenteuer bestanden: Die Besteigung des Kirchturmes und die Erkundung der Glockenanlage der Pfarrkirche St. Martin in Burggrumbach.
Organisiert und geführt vom PGR-Vorsitzenden Reinhard Schraud wurde den Kindern (und den begleitenden Eltern) die Geschichte der Glocken erläutert: Die drei im Zweiten Weltkrieg abgenommenen Glocken wurden bereits im Januar 1949 ersetzt, so dass seitdem mit der Glocke aus dem Jahr 1928 wieder vier Glocken vorhanden sind. Dass die größte Glocke mit 1550 kg ähnlich viel wiegt wie ein Auto, rief einiges Erstaunen hervor.
Nach so viel Theorie wollten die Kinder dann die Glocken auch sehen. Der Weg führte über die Empore und Dachstuhl in den Turm. Über einige Holztreppen gelangte dann der wissbegierige Trupp in die Glockenstube.
Hier wurde die Mechanik für den Stundenschlag erläutert sowie in Aktion beobachtet. Ein außen sitzender Hammer wird mittels eines kleinen Elektromotors leicht angehoben und erzeugt beim Fallen auf die Glocke die wohlvertrauten Zeitsignale.
Natürlich wurde auch der Klöppel betrachtet, mit dem die Glocke zum Läuten gebracht wird.
Auf dem Rückweg nach unten wurde auch kurz Halt am alten Uhrenkasten gemacht, welcher vor Einführung der elektrischen Steuerung die Zeitmessung vornahm. Heute kaum noch vorstellbar, dass man die Gewichte dieser alten Uhr täglich wieder hochziehen musste.
Nach einem Besuch am Spieltisch der Orgel war das kleine Abenteuer auch schon wieder vorbei. Sicherlich werden die Kinder sich beim Hören der Glocken daran erinnern, dass sie ihnen mal ganz nahe waren.
Text und Fotos: Winfried Schraut (Kirchenpfleger St. Martin)
zu Bild 1: Ganz nah durften die Kinder an die Glocke um den Unterschied zwischen Schlagen und Läuten erkennen.
zu Bild 2: Auch die Orgel wurde erkundet – ein Mädchen spielte zur Überraschung aller Anwesenden ein Kinderlied
