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Fundstück des Monats - Feine Kleidung Diese etwa 5 cm lange Fibel verschloss vor etwa 1400 Jahren das fein gewebte Kleid...
Gemeinde Aschheim - Öffentlichkeitsarbeit
21.05.2026, 14:36
Fundstück des Monats - Feine Kleidung
Diese etwa 5 cm lange Fibel verschloss vor etwa 1400 Jahren das fein gewebte Kleid einer Frau. Sie verstarb in erwachsenem Alter und war nahe dem heutigen Wasserturm in Aschheim beerdigt worden. Die Fibel ist in Form eines Vogels gestaltet, dessen obere Partie, Kopf und Schnabel (rechts) rote Almandin-Steine tragen.
Nach so langer Zeit im Boden hatten sich an Silber und Eisen Korrosionen gebildet, die in die umliegenden Stoffe der Kleidung wanderten und diese konservierten. So zeigte sich im unrestaurierten Zustand ein sehr feiner Stoff an der Fibel anhaftend (links im Bild). Dieser wurde später durch die Restauratoren vorsichtig entfernt, um die Fibel vollständig freilegen zu können. Er ist aber erhalten und zeigt ein unglaublich feines Gewebe, vermutlich von einem Schleier, den die Frau über Kopf und Schultern trug. Auf der Rückseite der Fibel zeugen etwas gröbere Textilreste vom Kleid der Frau, das hier eine Kante mit Rollsaum aufwies. An diesem waren Schlaufen befestigt, in denen die Fibelnadel steckte. Das Kleid war kostbar, weshalb man die spitze Nadel nicht einfach so durch das Textil trieb, sondern mithilfe kleiner Schlaufen die richtige Position und eine sichere Befestigung der Gewandspange erreichte.
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