ILE-Bürgermeister besichtigen die Firmen FENECON und Pfaffinger
Zur guten Zusammenarbeit gehört auch, dass man sich gegenseitig kennt. So haben sich die Bürgermeister der ILE-Region Heimatviertel zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Gemeinden zu besuchen und dabei einen Blick auf die Wirtschaft zu werfen. Jede Gemeinde stellt bei dieser „Bürgermeistertour“ besonders herausragende Firmen vor. Im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Wirtschaft und Weißwurst“ waren die ILE-Bürgermeister gemeinsam mit Iggensbachs Bürgermeister Wolfgang Schwarz, dem zweiten Bürgermeister Reinhard Feilmeier und dem ILE-Beauftragten Christian Heigl zu Besuch bei den Iggensbacher Unternehmen FENECON GmbH und Pfaffinger Anlagenbau & Energietechnik GmbH. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich begeistert von den spannenden Einblicken in die innovativen Betriebe. Beide Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke und Zukunftsfähigkeit unserer Region. Im Mittelpunkt stand der persönliche Austausch mit den Unternehmensleitungen, interessante Betriebsführungen sowie Gespräche über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen. Überaus beeindruckt waren die Bürgermeister von den Entstehungsgeschichten und dem sensationellen Erfolg der beiden Firmen. Die FENECON GmbH ist der größte deutsche Speicherhersteller für Heim-, Gewerbe- und Industriespeichersysteme. Zwei Werke, Iggensbach und Albersdorf, gibt es in Deutschland. Ein weiteres befindet sich derzeit im Aufbau in Greenville, South Carolina, USA. Gegründet wurde das Unternehmen, ausgesprochen Feilmeier New Energy Consulting, 2011 als „Garagenunternehmen“ von den Feilmeier-Brüdern Franz-Josef und Stefan und ist bis dato eigentümergeführt. Das Unternehmen gilt als Technologie- und Innovationsführer bei Großspeichern auf Automotive-Batterie-Basis und KI-basierten Energiemanagementlösungen. Für das besondere Know-how gab es zahlreiche namhafte Auszeichnungen, insgesamt ist FENECON das meist-ausgezeichnete Unternehmen der Stromspeicherbranche. Hergestellt werden Speichersysteme entweder für Stromverbraucher mit dem Ziel der Reduzierung der Strom- bzw. Energiekosten, als auch Speicher für den Stromhandel, Einkauf und Verkauf an der Strombörse. In Fachkreisen Aufsehen erregt hat der jüngste Coup des Speicher-Spezialisten: Das Familienunternehmen kauft überschüssige neue Batterien von Elektroautoherstellern auf, um daraus stationäre Großspeicher zu bauen. Unter anderem das komplette Kontingent von Überschussbatterien in der Größe von einer Gigawattstunde des insolventen US-Elektroautoherstellers Fisker Ocean aus dem Werk in Graz.
Hier sehen Franz-Josef und Stefan Feilmeier ein riesiges, bisher ungenutztes Potential, denn der gesamte deutsche Gewerbe- und Großspeichermarkt hätte doppelt allein aus neuen, überschüssigen Elektrofahrzeugbatterien bedient werden können. Leider werden in Deutschland trotzdem weiterhin neue Container aus Asien bezogen – ohne jegliche einheimische Wertschöpfung. Weiter gaben die Brüder Einblicke in die aktuelle Energiepolitik und den Energiemarkt. Nicht weniger interessant war der Einblick in die direkte Nachbarfirma, die Pfaffinger Anlagenbau & Energietechnik GmbH. Zum Portfolio der Tochtergesellschaft der Pfaffinger Bau SE zählen die Herstellung von Gasdruckregel- und Messanlagen, Power-to-Gas-Anlagen, Wasserstoffeinspeise- und Wasserstofferzeugungsanlagen sowie Biogaseinspeiseanlagen. Hinzu kommen Anlagen für die Entwicklung und das Testing von Wasserstoff sowie Anlagen für Fernwärme und Fernkälte. Weitere Leistungen umfassen den Behälterbau, die Instandhaltung von Gasdruckregel- und Messanlagen sowie die Instandhaltung und Wartung von Rohrnetzen, Gasleitungen und Industrierohrleitungen. Über die Entstehungsgeschichte der Pfaffinger Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Passau informierten die beiden Geschäftsführer Wolfgang List und Andreas Freisinger. Gegründet im Jahr 1855 wird das Unternehmen heute in fünfter Generation von Dr. Markus Pfaffinger als Inhaber mit Tradition, Innovation und unternehmerischem Weitblick geführt. Es hat sich im Laufe der über 170 Jahre stetig weiterentwickelt, umfasst aktuell acht Gesellschaften, welche im Hochbau, Ingenieurbau, Rohrleitungs-/Netzbau, Anlagenbau und Energietechnik, Rohrnetz und Sanierungstechnik sowie in der Bohrtechnik aktiv sind. Die Bürgermeister bedankten sich bei den Verantwortlichen der Firmen für den ehrlichen Austausch, die offenen Gespräche, interessanten Einblicke und die herzliche Gastfreundschaft.

Interessante Einblicke erhielten die Bürgermeister der ILE Heimatviertel bei der Firma Fenecon.

Ebenso beeindruckend war die Führung bei der Firma Pfaffinger.
Fotos: ILE Heimatviertel
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