Fünf intensive, sonnige und vor allem windreiche Tage liegen hinter unseren
Kindern und Jugendlichen: Beim diesjährigen Trainingslager am
Gardasee konnten sich 6 Opti-A-Kinder, 6 Opti-B-Kinder sowie zunächst
4, später 5 ILCA-Jugendliche optimal auf die bevorstehende
Regattasaison vorbereiten. Die Bedingungen hätten kaum
abwechslungsreicher sein können – von idealem Trainingswind über
Flaute bis hin zu kräftigen 6 Bft, in Böen bis zu 9, war alles dabei. Bis auf Regen.
Für die Opti-A-Gruppe begann jeder Tag sportlich mit Morgengymnastik,
bevor es motiviert aufs Wasser ging. Dort wurde auf Regatten fokussiert
trainiert und an den letzten Feinheiten gearbeitet, um bestens gerüstet in
die Riva-Regatta ab dem 02.04.2026 zu starten. Ein besonderes
Highlight lieferten die Kinder, da sie mit beeindruckender
Geschwindigkeit über den See „flogen“ – ihre Optis wirkten zeitweise fast
wie mit Foils ausgestattet. Am Mittwoch stand aufgrund der intensiven
Tage nur noch eine Vormittagseinheit auf dem Programm: Gemeinsam
segelten die Kinder zur Grotte, kenterten dort ihre Boote und
schwammen hinein – ein echtes Abenteuer! Aber nur 3 Trockis blieben
tatsächlich trocken. Die Kinder zeigten sich durchweg begeistert vom
Training und der Betreuung durch ihre Trainerin Lisa Geisler und freuen
sich bereits auf die anstehende Regattabetreuung.
Die Opti-B-Kinder starteten ihre Tage schneller: Bereits umgezogen ging
es direkt vom Verein aufs Wasser. Aufgrund des teils starken Windes
waren meist nur 4 Boote dabei, während die anderen Kinder im
Motorboot mitfuhren und regelmäßig durchwechselten – ein System, das
sich bewährte, sodass am Ende alle ausreichend Segelzeit bekamen.
Trainer Johannes Sterz hatte dabei alle Hände voll zu tun: kleinere
Wehwehchen versorgen, erschöpfte Kinder motivieren oder auch mal
einen ganzen Opti aus dem Wasser bergen und Huckepack aufs
Motorboot – mit entsprechend hohem Puls! Ganz nebenbei entdeckten
die Kinder auch noch die praktische Ausstattung des Motorboots: 4 Pütz
ermöglichten ein schnelles Lenzen eines vollgelaufenen Optis.
Ein besonderes Highlight war der Dienstagnachmittag: Aufgrund des
starken Windes wurde eine Pause eingelegt und ein gemeinsamer
Spaziergang nach Riva zum Eisessen unternommen. Dort trafen die
Opti-B-ler auf die ILCA-Jugendlichen, die – ganz im Gegensatz – mit
Trainer Leonard Funke dorthin gejoggt waren. Denn selbst bei den
ILCAs war an diesem Tag nach der Vormittagseinheit schon Schluss mit
Segeln: Statt segelfertig erschienen sie nach der Mittagspause in
Jogginganzug und Birkenstocks mit der klaren Ansage, dass man „die
Gesamtsituation nochmal überdenken“ müsse. Bei den extremen
Bedingungen blieb der Gardasee – abgesehen von ein paar Wing-
Foilern – tatsächlich leer.
An den übrigen Tagen wurde bei den ILCA-Seglern intensiv trainiert,
insbesondere Starts und Vorwindhalsen standen im Fokus. Das Erlernte
konnten sie direkt in Trainingsrennen umsetzen, bei denen sie sich
gemeinsam mit den Seeshauptern regelmäßig auf den vorderen Plätzen
behaupteten. Trotz zahlreicher Kenterungen bei starkem Wind blieb die
Stimmung stets hervorragend – es wurde viel gelacht, und
glücklicherweise gab es weder größere Schäden noch Verletzungen.
Auch abseits des Wassers war bestens für alle gesorgt: Beim
gemeinsamen Mittagessen trafen sich die Gruppen regelmäßig, wobei
die Verpflegung liebevoll von den Eltern organisiert und zubereitet
wurde. Es war immer reichlich vorhanden, sodass alle gestärkt in die
nächste Einheit starten konnten.
Ein weiteres Highlight bildete das gemeinsame Abendessen am
Dienstag im Ristorante Geier, bei dem die Erlebnisse der bisherigen
Tage in geselliger Runde Revue passiert wurden.
Ein großer Dank gilt Angela Eisenreich für die hervorragende
Organisation sowie Willi Bobenstetter und allen weiteren helfenden
Händen, die dieses Trainingslager möglich gemacht haben.
Wir blicken auf eine rundum gelungene Woche zurück und freuen uns
schon jetzt auf das nächste gemeinsame Training im Herbst!
