- Kabarettist Tom Bauer warnte vor Trickbetrug -
Einen ebenso unterhaltsamen wie nachdenklich stimmenden Nachmittag erlebten am letzten Sonntag die Besucher im Wörther Pfarrheim. Unter dem Titel „Ned mit mir“ zeigte der Kabarettist Tom Bauer auf humorvolle Weise, wie raffiniert Trickbetrüger vorgehen – und wie man sich wirksam davor schützen kann. Unterstützt wurde er dabei von Polizeiobermeister Rudolf Schmuderer, der die einzelnen Betrugsmaschen aus polizeilicher Sicht erläuterte.
Eingeladen hatte der Seniorenbeirat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wörth. Zu Beginn begrüßte 2. Bürgermeister und Seniorenbeauftragte Ludwig Thoma die zahlreichen Gäste. Sein besonderer Gruß galt Herrn Pfarrer Thomas Diermeier, 1. Bürgermeister Stefan Scheibenzuber sowie Frau Helena Lackermeier von der Sparkasse Landshut, die als Sponsor der Veranstaltung auftrat. Den Auftakt seines Programms machte Tom Bauer mit einem fingierten Anruf eines angeblichen Polizeibeamten, der vor einem Einbruch warnte. Dabei wurde schnell deutlich: Gegenüber Betrügern sei Höflichkeit fehl am Platz. Mit Musik und viel Wortwitz band der Kabarettist sein Publikum immer wieder ein. Thematisiert wurden unter anderem falsche Gewinnversprechen, dubiose Wunderheiler, angebliche Handwerker oder vermeintliche Bankmitarbeiter, die Bargeld prüfen wollen. Bauer zeigte eindrucksvoll, wie Täter ihre Opfer geschickt unter Druck setzen. Bürgermeister Scheibenzuber stellte sich dabei als „Opfer“ zur Verfügung. Die klare Botschaft: Keine Fremden in die Wohnung lassen! Passend dazu stimmte er das Publikum in das Lied „I mach ned auf, i lass neamd eina“ ein. Auch Taschendiebstähle in Supermärkten, bei denen Täter oft in Gruppen agieren, wurden anschaulich dargestellt – diesmal mit Pfarrer Diermeier in der Rolle des Überrumpelten. Besonders eindringlich war das Thema „Schockanrufe“. Anhand eines echten, von der Polizei aufgezeichneten Gesprächs wurde deutlich, wie geschickt Betrüger persönliche Informationen erfragen und so an Geld gelangen. Bauers und Schmuderers dringender Rat: Nach solchen Anrufen sofort die Polizei informieren, um weitere Taten zu verhindern.
Am Ende der Veranstaltung dankte Ludwig Thoma allen Helferinnen und Helfern sowie den anwesenden Polizeibeamten aus Landshut, die im Pfarrheim einen Infostand betreuten. Der Erlös des Nachmittags durch den Verkauf von Krapfen und Getränke kommt dem Weißen Ring e.V. zugute.
Fotos: Karl Heinz Wagner
