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Großes Sängerfest am Ehrenmal bei Melkendorf
Pfarrei St. Wenzeslaus Litzendorf
24.06.2026, 14:35
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Melkendorf 13.6.2026

Der Fränkische Sängerbund (FSB) ist mit 1 415 Chören und 30 820 aktiven Sängern der mitgliederstärkste Chorverband in Bayern.

Hintergrund

Er besitzt in Melkendorf 300 Meter nördlich des Dorfes ein einzigartiges Denkmal, das an die verstorbenen Sänger des FSB erinnern soll. In einer offenen U-form aus zwölf vier Meter hohen Säulen aus Jurakalbsteinen steht ein Altar, in dessen Tresor die Chorbücher mit den Namen aller verstorben Chormitglieder aus Ober-, Unter-, Mittelfranken und der nördlichen Oberpfalz liegen. Die Melkendorfer haben das Denkmal für die im Krieg verstorbenen Soldaten des Dorfes gebaut, dann aber an den FSB gestiftet. Es wurde am 26. Juli 1953 feierlich vom Bamberger Weihbischof Artur Landgraf eingeweiht. Die Betreuung des Ehrenmals hat Reimund Dorscht von seinem Vater übernommen.

Gottesdienst am Sängerehrenmal mit Pfarrer Schramm

Die Mitglieder des FSB trafen sich auch dieses Jahr wieder bei herrlichem Frühlingswetter zu der jährlichen Gedenkfeier mit Gottesdienst am Ehrenmal auf dem Hahn bei Melkendorf. In seiner Predigt ging Marianus Schramm, Leitender Pfarrer des Seelsorgebereichs Geisberg-Regnitztal und von Litzendorf, auf das Evangelium von den Arbeitern im Weinberg und die gegenwärtige Situation der Kirche ein. Er beklagte, dass wie zu Jesu Zeiten die Ernte groß sei, es aber nur wenige Arbeiter gebe. Er forderte dann aber, sich von alten Zöpfen zu verabschieden und fragte: „Sind die Ernteverordnungen, die die Oberaufseher der Ernte vor Jahrhunderten erlassen haben, nicht längst überholt? Warum können  nicht auch Verheiratete und Frauen Priester werden?“ Auch wenn wir nicht als Basis das ändern können, folgerte Schramm, könne jeder Erntearbeiter für Christus mit seinen Mitteln nicht nur in der Pfarrei, sondern im Acker des eigenen Lebensumfeldes mit den eigenen Begabungen und der eigenen Begeisterung arbeiten.

Musikalische Begleitung durch die Chöre

Zu der Heiligen Messe waren die Liedertafel Hallstadt, Cantemus des Gesangvereins Gundelsheim, Sänger und Sängerinnen des MGV-Eintracht Oberhaid, des Laurenzichor Bamberg, der Cäcilia Breitengüßbach, des MGV-Fröhstockheim bei Kitzingen, Klangfarben des Gesangvereins Giech, MGV-Gesellschaft-Doppelquartett Bamberg und die Liedertafel Melkendorf gekommen. Sie sangen gemeinsam und einzeln Lieder während des Gottesdienstes, den musikalisch auch Bläser des Jugendblasorchesters Pödeldorf umrahmten.

Am Schluss stellten Armin Strunz, Vorstand des gastgebenden Chores Melkendorf, Raimund Köhler, Schatzmeister des FSB und Peter Günther, Vorsitzender der Sängergruppe Hallstadt zum Gedenken an die Verstorbenen eine Blumenschale am Altar ab, auf dessen Stirnseite steht: „Mortui vivimus – Wir Toten leben“. Günther dankte Pfarrer Schramm, allen Besuchern und schloss: „Dieses Jahr waren mit neun Chören so viele wie seit dreißig Jahren nicht mehr beim Gedenkgottesdienst. Das hat mich außerordentlich gefreut.“

Ausklang an der Alten Schule mit gemütlichem Beisammensein

Dann liefen alle wieder den Berg hinunter zu der Alten Schule, wo sie sich stärkten und unter den Klängen des JBO-Pödeldorf über den Gesang und ihre Chöre fachsimpelten.

Autor und Bilder: Joseph Beck