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Atemberaubendes Spiel der Kontraste
Förderverein für die Küpser Orchester e.V.
24.02.2026, 19:31
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Wenn Tradition auf moderne Impulse trifft, gewaltige Klangfülle auf leise Momente - Dann entsteht etwas ganz Besonderes. So geschehen beim Galakonzert des Symphonischen Blasorchesters Küps unter dem Motto „Spiel der Kontraste“.

Küps- Es gibt Momente, die wie Magie sind. Viele solchermagischen Momente durfte das völlig verzauberte Publikum am Wochenende in der neuen Sport- und Kulturhalle in Küpsgenießen. Vor drei Mal vollem Haus entfachte das Symphonische Blasorchester Küps ein faszinierendes Klangerlebnis voller Farben und Kontraste - von tiefgründiger Melancholie bis hin zu strahlender Fröhlichkeit und überbordender Lebensfreude, von klassischen Klängen mit Geschichten aus alten Zeiten bis hin zu pulsierenden Beats unserer Tage: Musik in allen Facetten - außergewöhnlich, einzigartig, sondergleichen!

Ein Ort, an dem sich Geschichte, Verzweiflung, Hoffnung und Menschlichkeit kreuzen - Als „Zeugen eines Wunders“ konnten die Besucher beim über 15 Minuten langenMeisterwerk „Dunkirk“ von José Alberto Pina die Geschehnisse am Strand von Dünkirchen nachverfolgen: Die Angst der Soldaten, die Phasen der Bombardierung durch die deutschen Streitkräfte, die misslungene und schlussendlich geglückte Evakuierung - All dies machte das Orchester bei dem sicherlich anspruchsvollsten Werk des Abends mit bisweilen ungewohnten Höhen auf geradezu schmerzliche Art und Weise deutlich - Gänsehaut pur!

Ob schwere Kost oder - im krassen Gegensatz hierzu - die Ouvertüre aus Franz von Suppés komischer Operette „Leichte Kavallerie“, der Klassiker „Rosen aus dem Süden“ sowie die Schnellpolka „Leichtes Blut“ (beides Johann Strauss, Sohn), die die Aktiven eingangs voller beschwingter Leichtigkeit in strahlendem Glanz erklingen ließen - Zu jeder Zeit war derenFreude am gemeinsamen Spiel erkennbar - erstmals in der wunderbar gelungenen Sport- und Kulturhalle, die auch mithervorragender Akustik punktet. Mit Zusammenhalt und Professionalität meisterte das glänzend vorbereitete Orchester auch die große Herausforderung, die die Premiere am Freitag für sie bereit hielt - den kurzfristigen Ausfall ihres Dirigenten Christian Stenglein. In beeindruckendster Weise gelang es Anna und Johannes Piontek, die abwechselnd den Taktstockübernahmen, musikalische Farben, Phrasierungen und emotionale Tiefen herauszuarbeiten - Chapeau!

Im zweiten Programmteil ging es zu modernen Klängen über. Nach dem fulminanten Jazz-Klassiker „Birdland“ gebührte bei „Saxpack“ die ganze Aufmerksamkeit dem virtuosen Saxophon-Solo von Claudia Geßlein. Der auskomponierte Krimi", der von Verfolgungsjagden bis Wien bei Nacht" alles beinhaltet, wurde zum 100-jährigen Bestehen der Polizeimusik Wien in Auftrag gegeben. Ein Klang-Feuerwerk der Extraklasse entfachte auch die zauberhafte Sängerin Susann Karadah, die bei der gefühlvollen Ballade All of meund dem ikonischen Musicalhit „Frei und Schwerelos (im Original „Defying Gravity“) mit ihrer ausdrucksstarken Stimme für Begeisterung sorgte. Der am meisten gefeierteHöhepunkt des Abends war ihr Duett mit Andreas Kestel aus den Reihen des Orchesters zur ikonischen Mini-Rockoper „I´d do anything for Lovedes unvergessenen „Meat Loaf“. Andreas Kestels Stimme wie ein Naturereignis zitterte kein bisschen, dafür bebte sein Mikro förmlich in der Hand, als erden Wahnsinn der Liebe geradezu erdbebenartig herausschrie - Das Publikum hielt es nicht mehr auf den Stühlen.

Beschenkt für die Standing Ovation wurde dieses mit mehreren Zugaben: Joy Flemings ESC-Kultlied Ein Lied kann eine Brücke sein“ - erneut mit Susann Karadah sowie dem Dance-Song „Hey Brother“ des Schwedischen DJs Avicii, bei dem der Dirigent Jakob Schmitt nochmals sein Schüler- und Jugendorchester mit auf die Bühne holte. Die talentierten Youngsters hatten den Abend voller jugendlicher Frische und Spielfreude mit „Mars“ aus Gustav Holsts Suite - eine der brachialsten Musikdarstellungen von Krieg und Aggression überhaupt, dem beschaulich vertonten Grammy-prämierten Gebet „Baba Yetu“ (Swahili für „Vater unser“), komponiert von Chistopher Tin für das Videospiel „Civilization IV“ und einem Medley der Chartbreaker von Bruno Mars eröffnet. Bei der heftig eingeforderten Zugabe ließen die Jungmusiker alle Herzen Azzurro in Bella Napolischlagen.

Ihren Abschluss fand die atemberaubende Klangreise voller Spannung, Emotionen und Überraschungen, durch die Eva Wicklein und Thorsten Hanft charmant führten, mit Abbas„When all is said and done“ („Wenn alles gesagt und getan ist“). Alles „erledigt war natürlich noch nicht; galt es doch, Danke zu sagen - an das famose Orchester, die Dirigenten und die vielen Helfer. An den drei Tagen konnten zahlreiche Ehrengäste begrüßt werden, darunter insbesondere Sponsoren sowie Vertreter des Kronacher Kreisverbands des Nordbayerischen Musikbunds und der Kommunalpolitik, allen voran Landrat Klaus Löffler.

Für den Küpser Bürgermeister Bernd Rebhan ging mit der neuen festen Bühne ein langgehegter Wunsch in Erfüllung: „Dieses erste Jahreskonzert ist für mich etwas Besonderes. Viele Jahre wurde über dieses Thema diskutiert. Nach jahrelanger Planungs- und Bauzeit ist mit dem Neubau unserer Halle und der Bühne ein Meilenstein geschafft. Wir sind stolz auf unsere Musikbewegung und schaffen beste Voraussetzungen dafür. Wenn Jugendliche Instrumente lernen und mit ihrer Musik anderen eine Freude machen - Was gibt es Schöneres?“ - Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!


Beschreibung

Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Jugendlichen zu fördern, die Orchester bei Auftritten zu betreuen, sinnvolle Freizeitangebote im Zusammenwirken mit der Bläserjugend anzubieten, internationale Begegnungen zu vermitteln und auf eine entsprechende Darstellung ihrer Zielsetzungen in den öffentlichen Medien hinzuwirken.