„Danke!“ sagen – fällt Ihnen/Euch das schwer oder leicht? Sage ich gern Danke, oder halte ich vieles für eigentlich selbstverständlich? An Erntedank sagen wir Gott Danke. Aber warum sollte ich das? Natürlich bin ich froh, dass es mir und meiner Familie gut geht, aber das ist halt Glück. Dass ich gesund bin, ist das auch ein großes Glück. Aber wenn ich mal krank bin, helfen mir Ärzte und Medizin. Warum soll ich Gott dafür dankbar sein? Liegt das nicht eher an der Wirkung der Medikamente? In der Bibel wird erzählt, dass Jesus einmal zehn kranke Menschen auf einmal geheilt hat. Jahrelang hatten sie unter ihrer Krankheit gelitten. Nun waren sie davon befreit, es ging ihnen wieder gut! Dank Jesus. Sie waren natürlich überglücklich darüber. Aber nur ein einziger hat sich am Ende bei Gott und Jesus bedankt. Die anderen sind einfach weggelaufen. Was für den einen eben einfach nur Glück, Zufall oder Kunst der Ärzte ist, ist für andere ein Geschenk von Gott, Handeln Gottes im alltäglichen Leben. In Friedenszeiten leben zu können, gesund zu sein, genug zu essen zu haben – all das sind Gründe, Gott dankbar zu sein. Denn es ist nicht unser Verdienst, dass wir in Frieden leben dürfen und es in unserem Land genug zu essen gibt. Viele sagen: Das ist halt Glück. Oder: Das habe ich mir verdient. Ich sage: Das ist euch von Gott geschenkt. Dankt ihm dafür und freut euch daran – gerade an dem, was uns selbstverständlich geworden ist. Denn nichts ist selbstverständlich, auch das kleinste Ding, jeder Atemzug des Lebens ist ein Grund, sich darüber zu freuen und Gott Danke zu sagen! Hinter den Geschenken des Lebens Gott am Werke zu sehen – das lässt uns die Welt mit anderen Augen sehen. Wieviel Schönes gibt es auch in unserem Alltag zu entdecken! Und wieviel gibt es, wofür ich Gott Danke sagen kann! Ich muss nur die Augen aufmachen! Dann werden sich Dankbarkeit und Freude in mir entfalten! Viel Grund zur Dankbarkeit wünscht Ihr/Euer Pfarrer Michael Zink Blick von der Warte nach Dorenbach Der Beitrag Angedacht – „Gedanken zum Erntedankfest“ 2026 erschien zuerst auf Roßbach Witzenhausen .
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