Am Freitagvormittag wurde die Freiwillige Feuerwehr Volkach um kurz vor 11 Uhr gemeinsam mit den Feuerwehren aus Obervolkach und Gaibach zu einem Dachstuhlbrand nach einem Blitzeinschlag in der Ortsmitte von Obervolkach alarmiert.
Trotz des Eintreffens der ersten EinsatzkrĂ€fte nach nur wenigen Minuten hatte sich das Feuer bereits groĂflĂ€chig im Dachstuhl ausgebreitet. Aufgrund der Feuerausbreitung hatte sich eine enorme Hitze unter dem Dach gebildet. Ein Trupp ging umgehend unter Atemschutz zum Innenangriff vor.
Parallel wurde ĂŒber die Drehleiter eine Abluftöffnung geschaffen, um die massive Hitze und die Rauchgase aus dem Dachstuhl abzufĂŒhren. Die MaĂnahme zeigte schnell Wirkung, sodass der Innenangriff fortgesetzt werden konnte. Das Feuer im Inneren des Dachstuhls konnte dadurch zunĂ€chst unter Kontrolle gebracht werden.
Da sich die Flammen aber bereits weit in die Dachkonstruktion hineingefressen hatten, musste die Dachhaut groĂflĂ€chig geöffnet werden. Hierzu wurde eine zweite Drehleiter aus Gerolzhofen nachalarmiert, um die BrandbekĂ€mpfung von zwei Seiten zu ermöglichen. Mit SĂ€gen wurde das Dach geöffnet, anschlieĂend wurde die darunterliegende Holzwolle ausgebaut und gezielt abgelöscht. Dabei wurde der Einsatz von Löschwasser soweit wie möglich reduziert, um einen zusĂ€tzlichen Wasserschaden am GebĂ€ude zu vermeiden.
Eine besondere Herausforderung stellte das weiterhin anhaltende Unwetter dar. WĂ€hrend der ersten Einsatzphase mussten die EinsatzkrĂ€fte rund eine Stunde lang bei starkem Regen arbeiten. Insbesondere galt es, die AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger möglichst trocken zu halten, da durchnĂ€sste Schutzkleidung im Innenangriff bei den hohen Temperaturen eine zusĂ€tzliche Gefahr durch VerbrĂŒhungen darstellt.
Im weiteren Einsatzverlauf wurden zusÀtzliche AtemschutzgerÀtetrÀger aus Fahr, Eichfeld, Zeilitzheim und Astheim nachgefordert. Insgesamt waren rund 135 EinsatzkrÀfte, darunter 60 AtemschutzgerÀtetrÀger, an der BrandbekÀmpfung beteiligt.
Aufgrund der enormen Hitze kam es bei einer Einsatzkraft zu einem Kreislaufkollaps. Die Einsatzkraft wurde vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht, konnte dieses im Laufe des Nachmittags jedoch bereits wieder verlassen.
Durch den koordinierten Einsatz der zahlreichen Feuerwehren konnte der Brand schlieĂlich unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
Die Nacharbeiten im Feuerwehrhaus werden sich noch bis Sonntagabend ziehen.
