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Fußballlegende Klaus Fischer zu Gast an der Realschule Zwiesel: Ein Vorbild für die junge Generation
Staatliche Realschule Zwiesel für Bayerisch Eisenstein
15.07.2026, 07:37
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Ein außergewöhnlicher Gast sorgte am Dienstag den 14. Juli an der Realschule Zwiesel für leuchtende Augen und pure Begeisterung. Mit Klaus Fischer, dem legendären Mittelstürmer und bisher einzigen Nationalspieler aus dem Bayerischen Wald, besuchte ein echtes Idol des deutschen Fußballs die Bildungseinrichtung.

Ein Kurzbesuch mit langer Vorgeschichte

Der Besuch kam auf ebenso sympathische wie spontane Weise zustande. Elternbeiratsvorsitzende Julia Kreuzer und Hausmeister Max Kreuzer hatten die Fußballlegende, die im Lindberger Ortsteil Kreuzstraßl geboren und aufgewachsen war, erst am vergangenen Wochenende beim Festzug zum Grenzlandfest getroffen. Dass der Besuch in der alten Heimat überhaupt zustande kam, hatte auch eine romantische Note: Exakt vor 60 Jahren hatte Fischer auf diesem Fest seine Ehefrau kennengelernt – Anlass genug für das Paar, die Wurzeln im Bayerwald zu besuchen. Die Einladung von Julia und Max Kreuzer nahm der ehemalige Bundesliga-Torjäger nur zu gerne an.

Klaus Fischer absolvierte in seiner Karriere 535 Bundesligaspiele und erzielte dabei 268 Tore. Damit ist er einer der erfolgreichsten Torschützen in der Geschichte der Fußball-Bundesliga. Bekannt war der Stürmer, der für 1860 München, den FC Schalke 04, den 1. FC Köln und den VfL Bochum spielte, insbesondere für seine legendären Fallrückzieher.

Signierstunde und Anekdoten aus dem Nähkästchen

In der 3. und 4. Stunde verwandelten die Realschüler das Schulhaus in eine Fanmeile. Geduldig signierte Fischer zahlreiche Deutschlandtrikots, Bälle, Fußballschuhe und auch Trikots seines ehemaligen Vereins 1860 München. Kein Schüler, kein Lehrer musste ohne ein gemeinsames Foto mit dem Ehrengast nach Hause gehen.

Doch es war nicht nur der Glanz des Profifußballs, der die Zuhörer fesselte. Fischer erzählte packende Anekdoten aus seiner Kindheit im Bayerwald und ließ die Anwesenden an den Highlights seiner beeindruckenden Karriere teilhaben. Besonderes aufmerksam waren die Kids, als er auf sein legendäres „Tor des Jahrhunderts“ gegen die Schweiz im Jahre 1977 zu sprechen kam oder als er an seinen spektakulären Fallrückzieher zum 3:3-Ausgleich in der Nachspielzeit des WM-Halbfinales 1982 gegen Frankreich erinnerte.

Als leidenschaftlicher Eisstockschütze war es Fischer eine Freude mit den Schülern aus dem Wahlfach Eisstock zu fachsimpeln. Als Jugendeuropameister im Weitschießen zeigte er auch hier schon früh sein außergewöhnliches sportliches Talent.

Botschaften für das Leben

Neben dem sportlichen Rückblick hatte Fischer eine klare Botschaft für die Schülerinnen und Schüler im Gepäck, die weit über den Fußballplatz hinausreicht. „Du darfst keine Angst haben – weder im Sport vor schweren Gegnern noch in der Schule“, gab er den Jugendlichen mit auf den Weg. Auch der Umgang mit Rückschlägen sei ein essenzieller Teil des Reifeprozesses: „Niederlagen muss man aushalten können.“

Dass Erfolg kein Zufallsprodukt ist, unterstrich er mit einem Hinweis auf seine eigene Disziplin. So sei er durch hartes, regelmäßiges Training – etwa unzählige Stunden am Kopfballpendel – zu einem der besten Kopfballspieler der Welt geworden.

Für die Realschüler war der Besuch von Klaus Fischer ein unvergessliches Erlebnis. Er zeigte den Schülern, dass man es mit Bodenständigkeit, Fleiß und dem nötigen Mut bis ganz nach oben schaffen kann – ohne dabei seine Heimat im Bayerwald zu vergessen.