Der Kabarettist Thomas Schreckenberger brennt für Satire und nahm im Kürnacher Alten Rathaus alles und jeden in Deutschland auf die Schippe. Dabei ist er ein Meister der Formulierkunst, glänzt als Stimmenimitator und parodiert Merz so genial wie Merkel, Kretschmann, Lauterbach oder (großartig!) Klaus Kinski.
Sein Programm "Irre sind menschlich" geht den Fragen nach, wie man im Welt-Irrenhaus eigentlich überleben kann, warum man morgens beim Lesen der Nachrichten oft schon das Gefühl hat, der einzig Normale auf der Welt zu sein und wie man es schaffen kann, angesichts seiner Mitmenschen nicht zu verzweifeln. Oft scheint der Kampf gegen die Durchgeknallten der Welt aussichtslos , verfügen sie doch über viel zuviel Geld, Macht und Einfluss, aber dann muss man die einzige Waffe ziehen, die etwas dagegensetzen kann: den Humor!
Schreckenbergers Humor ist tiefgründig, manchmal sogar makaber, verlangt dem Publikum deshalb einiges ab, doch sein Sprachwitz, die Themenvielfalt und seine Wandlungsfähigkeit versetzten das Publikum in Dauerlachstimmung und Begeisterung. Tosender Applaus nach zweieinhalbstündigem Pointengewitter war ihm sicher.
