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Wichtige Hinweise zu Waschbären und Staupe
Bürgermeister
18.09.2026, 07:34

In den vergangenen Tagen kommt es im Stadtgebiet vermehrt zu erkrankten Waschbären. Aufgrund der Staupe mussten bereits mehrfach Tiere durch unsere Jäger getötet werden, derzeit müssen täglich regelmäßig mehrere Tiere von ihrem Leid erlöst werden.

 

Gerade die Tiere, die auffällig zutraulich, desorientiert oder hilflos wirken, sind häufig schwer erkrankt. Das kann für Außenstehende zunächst sogar „mitleiderregend“ oder harmlos wirken, tatsächlich kann sich dahinter aber ein erheblicher Leidenszustand verbergen.

 

Mir ist wichtig, dabei auch einmal die Menschen hinter diesen Einsätzen in den Blick zu nehmen. In der öffentlichen Diskussion entsteht manchmal der Eindruck, solche Einsätze würden den Jägern Freude bereiten. Ich glaube, dieser Vorstellung wird die Realität nicht gerecht.

 

Die Jäger übernehmen diese Aufgabe ehrenamtlich. Das bedeutet auch, nachts oder am Wochenende zu einem Einsatz auszurücken, wenn andere längst zu Hause sind. Und es bedeutet, sich mit Situationen auseinanderzusetzen, die alles andere als angenehm sind.

 

Besonders beschäftigt hat mich die Erzählung eines Jägers, der zu einem Waschbären gerufen wurde, den Kinder gefunden hatten. Vor Ort musste er nicht nur mit dem erkrankten Tier umgehen, sondern auch die richtigen Worte finden, um den Kindern zu erklären, was nun geschehen muss. Solche Situationen bleiben im Gedächtnis. Sie zeigen, dass diese Einsätze auch emotional fordernd sein können.

 

Deshalb sollten wir bei aller verständlichen Betroffenheit über die Tiere auch anerkennen, dass hier Menschen eine schwierige Aufgabe übernehmen, die notwendig ist und nicht einfach ist.

 

Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger um besondere Aufmerksamkeit:

 

• Waschbären bitte nicht anfassen, füttern oder selbst einfangen.
• Auffällig zutrauliche, orientierungslose, taumelnde oder offensichtlich erkrankte Tiere bitte unbedingt meiden.
• Hunde sollten in betroffenen Bereichen an der Leine geführt werden und keinen Kontakt zu Wildtieren oder deren Ausscheidungen haben.
• Bei der Sichtung eines auffällig erkrankten oder verendeten Waschbären informieren Sie bitte die Polizei, damit das weitere Vorgehen fachgerecht koordiniert werden kann.

 

Die Staupe stellt insbesondere für Hunde eine ernstzunehmende Gefahr dar. Bitte achten Sie auf den Impfschutz Ihrer Haustiere und vermeiden Sie unnötigen Kontakt mit Wildtieren.

 

Vielen Dank an alle, die sich in dieser schwierigen Situation verantwortungsvoll um den Umgang mit den erkrankten Tieren kümmern.


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