Großen Zuspruch fand das traditionelle „Neujahrscafé 2026“ des Museumsvereins im Landl-Museum Sulzbürg. In angenehmer Atmosphäre präsentierte Museumsleiter und Vorsitzender des Museumsvereins, Ludwig Schiller, die neu gestalteten Bereiche der Dauerausstellung. Auch die im Mai eröffnete Arnold-Ausstellung im ehemaligen Raiffeisengebäude zeigte sich zum Jahreswechsel mit einer neuen Präsentation und unterstrich erneut ihren besonderen Alleinstellungscharakter.
Bürgermeister Martin Hundsdorfer würdigte in seinem Grußwort die Entwicklung des Heimatmuseums als echte Erfolgsgeschichte. Er erinnerte daran, wie der damalige Museumsleiter Friedhelm Kurz bereits 2012 auf die umfangreichen, teils noch verborgenen Schätze aufmerksam gemacht habe. Sein Dank galt allen, die mit Mut, Weitsicht und Engagement zur Umsetzung und Weiterentwicklung dieses kulturellen Zentrums der Großgemeinde beigetragen haben. Besonders hob er den ehrenamtlichen Einsatz des Museumsteams hervor, das auch die Bewirtung der Gäste übernahm.
Im Anschluss gab Ludwig Schiller einen Einblick in die Neuerungen der Ausstellung. Im ersten Obergeschoss sind nun zahlreiche Orden, Münzen und Abzeichen zu sehen. Ergänzt wird dies durch eine ausführliche Darstellung der „Hohen Gerichtsbarkeit“ des Landl-Marktfleckens im 17. Jahrhundert – inklusive der historischen Tatsache, dass damals noch ein Henker im Amt war. Besondere Aufmerksamkeit erhielt eine Vitrine, die die Verbindung des Malers Carl Spitzweg zu Sulzbürg dokumentiert. Nach Recherchen des Museumsvereins war Spitzwegs Urgroßvater Christian Albrecht als Gärtner beim Wolfsteiner Grafen tätig; sein Wohnhaus befand sich im sogenannten „Schmutzerhaus“ auf dem heutigen Gelände des Familienerholungsheims am Schlossberg.
Einen eigenen Platz in der Ausstellung erhielt zudem die Partnergemeinde Frankenburg in Oberösterreich. Die enge historische Verbindung zu Sulzbürg – geprägt durch die Exulantenbewegung und das berühmte Würfelspiel – wurde dabei besonders hervorgehoben. Schiller verlas Neujahrsbotschaften von Michael Neudorfer, langjährigem Direktor des Würfelspiels, sowie von Magister Christoph Buchner. Für eine Überraschung sorgte die Ankündigung Neudorfers, im Jahr 2026 eine Partnerschaftswanderung von Frankenburg nach Sulzbürg zu organisieren. Die rund 250 Kilometer lange Strecke soll zeitlich so geplant werden, dass die Ankunft am Kirchweihsamstag, dem 29. August, in Sulzbürg erfolgt. Interessierte aus der gesamten Region sind eingeladen, an diesem völkerverbindenden Marsch teilzunehmen. Weitere Informationen werden Mitte Februar bekannt gegeben; erste Auskünfte erteilt der Organisationsleiter unter Tel. +43 650 431 7455.
Bei Kaffee und Kuchen kam es anschließend zu einem regen Austausch unter den Gästen. Zudem nutzten viele Besucher die Gelegenheit, an den angebotenen Museumsführungen teilzunehmen und die neuen Ausstellungsteile aus erster Hand kennenzulernen.
