Schon seit ein paar Jahren, fest im Jahresprogramm der Freunde fränkischen Brauchtums,
ist die monatliche Rucksackwanderung von Mai bis August.
Immer wieder werden neue Wege entdeckt, immer wieder neue Gschichtli erzählt und
immer wieder sind auch neue Wanderer dabei.
Im August ging es mit 20 Wanderern erst Richtung Roden, dann über den Kalbenstein,
zum Lemberg am "Lochacker" vorbei, über den Hausberg zum "Gücker".
Dort an einer alten Hütte erzählte Gerhard Hart eine Geschichte, die noch nicht jeder kannte.
Im März 1945 - kurz vor Kriegsende - versteckten sich drei 16-jährige Urspringer,
um der Kriegsmaschinerie zu entkommen. Keiner wusste, wo sie sich aufhalten.
Die Hütte am "Gücker" diente damals als Lager für Gerätschaften.
Genau dort hatten sich die drei - für eine knappe Woche - völlig unbemerkt versteckt.
„Als dann die Amis in Urspringen einfuhren, da sind sie wieder nach Hause gekommen“,
erzählte Gerhard Hart, dessen ältester Bruder einer von den drei Burschen war.
Es war am 3. April 1945. Der Krieg war vorbei.
Zum Abschluss ging es den Zeller Pfad entlang, Richtung Steigkappelle.
Kurz vor dem Grillplatz war dann die verdiente Abschlussrast,
bei der jeder die leckere Brotzeit aus seinem Rucksack holte.
Gemütlich ging der Wander-Abend zu Ende.
Gerhard Hart bedankte sich bei allen, die an den Wanderungen teilgenommen haben.
Jedes Mal ging es in eine andere Richtung ums Dorf und immer wieder gab es Neues zu entdecken und Altes zu erzählen.
