Liebe Bürgerinnen und Bürger,
vier Wochen sind vergangen und der Gemeinderat ist erneut zusammengekommen. In der Sitzung vom vergangenen Montag dem 19.10.2026 standen neben einigen wichtigen Entscheidungen zur weiteren Entwicklung unserer Gemeinde auch die Vereinsförderung und die Beteiligung unserer Bürgerinnen und Bürger auf der Tagesordnung.
Wie soll sich Martinsheim weiterentwickeln?
Mit der Änderung unserer Vorkaufsrechtssatzung sowie der zehnten Änderung des Flächennutzungsplans haben wir uns gleich mit zwei Themen beschäftigt, die für die zukünftige Entwicklung unserer Gemeinde von Bedeutung sind.
Durch die Änderung des Flächennutzungsplans wird der Bereich östlich des Friedhofs in Martinsheim künftig als Mischgebiet ausgewiesen. Damit schaffen wir die planerischen Voraussetzungen für die weitere Entwicklung unseres Bauhofs.
Auch die Anpassung der Vorkaufsrechtssatzung soll der Gemeinde eine entsprechende Handlungsmöglichkeiten offenhalten.
Gerade der Bauhof wird uns in den kommenden Monaten noch beschäftigen. Um diesen künftig vollumfänglich nutzen zu können, sind weitere Investitionen notwendig. Hier wird der Gemeinderat noch entsprechende Entscheidungen treffen müssen.
Vereinsförderung – Unterstützung ja, aber mit klaren Voraussetzungen
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Antrag auf Bezuschussung eines mobilen Bewässerungsgeräts für den Trainingsplatz unserer Jugendfußballer.
Der Gemeinderat hat diesen Antrag mit 5 zu 7 Stimmen abgelehnt.
Mir ist an dieser Stelle wichtig zu betonen, dass die Gemeinde Martinsheim ihre örtlichen Vereine und insbesondere die Jugendarbeit unterstützt. Daran soll sich auch zukünftig nichts ändern.
Allerdings wurde der Antrag in diesem Fall von einem einzelnen Trainer und nicht über den TSV Martinsheim oder die FG Marktbreit-Martinsheim gestellt. Damit blieben unter anderem Fragen zur langfristigen Nutzung, zur Verantwortlichkeit sowie zum Einsatzort des Geräts offen.
Aus Sicht des Gemeinderates wäre es daher wünschenswert, wenn entsprechende Anträge künftig über die jeweiligen Vereinsvorstände oder Vorsitzenden eingereicht werden. Ein erneuter Antrag durch den Verein ist selbstverständlich möglich.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf unsere bestehende Jugendsportförderung hinweisen. Diese steht den entsprechenden Vereinen zur Verfügung, muss allerdings auch beantragt werden.
Bürgerfragen bekommen ihren festen Platz
Auch die Möglichkeit, Fragen und Anliegen direkt an den Gemeinderat zu richten, wurde erneut angesprochen.
Im Rahmen meiner Bürgermeistersprechstunde bestand bisher bereits vor den Sitzungen die Gelegenheit, persönliche Anliegen vorzubringen. Dies wird sich auch nicht ändern.
Künftig werden die Anfragen aus den Reihen der Zuhörer wieder einen festen Platz auf der Tagesordnung erhalten. Anders als früher sollen diese jedoch gleich zu Beginn der Sitzung behandelt werden.
Damit möchte ich sicherstellen, dass Ihre Fragen die notwendige Aufmerksamkeit bekommen und nicht erst am Ende einer möglicherweise langen Sitzung behandelt werden.
Gleichzeitig soll vermieden werden, dass bereits gefasste Beschlüsse unmittelbar im Anschluss erneut diskutiert werden. Für mich ist wichtig, dass wir einerseits offen für Fragen und Anregungen bleiben, andererseits aber auch einen geordneten und sachlichen Sitzungsablauf gewährleisten.
Die Gemeinderatssitzungen beginnen künftig um 19:15 Uhr. Die ersten 15 Minuten sind dabei für die Fragen unserer Bürgerinnen und Bürger vorgesehen.
Meine Bürgermeistersprechstunde findet nun ca. 30 Minuten vor der jeweiligen Gemeinderatsitzung statt. Ich freue mich, wenn Sie diese Möglichkeit nutzen, um mit mir persönlich ins Gespräch zu kommen.
Was beschäftigt uns noch?
Für unsere gemeindeeigenen Bäume wird künftig ein Baumkataster erstellt. Hierzu wurde die Firma Garten Lindner beauftragt. Ziel ist es, einen vollständigen Überblick über unsere Bäume in allen vier Ortsteilen zu erhalten und die notwendigen Kontrollen und Pflegemaßnahmen entsprechend zu organisieren.
Auch beim Glasfaserausbau gibt es erfreulicherweise wieder Bewegung. Nachdem die Arbeiten zwischenzeitlich ins Stocken geraten waren, wird mittlerweile wieder gearbeitet. Nach der aktuellen Planung sollen die noch ausstehenden Asphaltarbeiten beziehungsweise die Aufbringung der Feinschicht bis zum Jahresende abgeschlossen werden.
Ein weiteres wichtiges Projekt ist der Anschluss unserer Kläranlage in Unterickelsheim an den Abwasserzweckverband Ochsenfurt (AVO).
Hier konnten mittlerweile sämtliche erforderlichen Grundstücksangelegenheiten und Rechte geklärt werden. Damit ist eine weitere wichtige Voraussetzung geschaffen. Im nächsten Schritt wird nun der entsprechende Förderantrag gestellt.
Bis zur tatsächlichen Umsetzung werden sicherlich noch einige Schritte notwendig sein. Dennoch kommen wir auch bei diesem Projekt weiter voran.
Zum Schluss
Wie Sie sehen, beschäftigen uns im Gemeinderat neben den alltäglichen Aufgaben auch zahlreiche Projekte, deren Umsetzung teilweise noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
Nicht jede Entscheidung fällt leicht und nicht immer werden wir dabei alle Erwartungen erfüllen können. Wichtig ist mir jedoch, dass unsere Entscheidungen nachvollziehbar sind und wir die Entwicklung unserer Gemeinde auch langfristig im Blick behalten.
Bei Fragen, Anregungen oder auch Kritik können Sie sich jederzeit an mich oder die Mitglieder des Gemeinderates wenden.
Die nächste Gemeinderatssitzung findet voraussichtlich am 16. November statt.
Bis dahin wünsche ich Ihnen eine schöne Zeit.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Erster Bürgermeister
Mathias Sieber
