Sulzbürg. Das Büro der Landlpfarrei im ev. Pfarramt in der Engelgasse, das sich dort im zweiten Stock befindet, ist noch gar nicht richtig ausgestattet aber die beiden neuen Seelsorger, die am 1. September in der Landlpfarrei ihren Dienst aufgenommen haben, sind schon voller Tatendrang. Allerdings sind beide mit recht unterschiedlichen Aufgaben betraut und haben auch unterschiedliche Zeit Fenster der Beschäftigung. Während Pfarrer Michael Brandl, der in Berching beheimatet ist, aber in Volkach wohnt, hier befristet bis April 2027 eine halbe Pfarrstelle innehat, wird Diakonin Lea Dunleavey nun künftig auf der Landpfarrstelle 2, tätig sein. Beide machten aber übereinstimmend deutlich, dass man der Landlpfarrei, in schweren Zeiten, nach Kräften beistehen wolle und das kirchliche Leben, lebendig gestalten will. Pfarrer Brandl machte hier deutlich, dass er hier schon einen Spagat schaffen muss, denn in seiner andere halben Stelle ist er als Beauftragter der ev. Landeskirche für die Hörfunkbeiträge beim Bayerischen Rundfunk tätig und koordiniert, unter anderem, auch die Fernsehgottesdienste. So bleibe aktuell nur wenig Zeit für Hobbys und Freizeitgestaltung: „Meinen medialen Arbeitsplatz ausfüllen bewahren und zu gestalten und in der Landlpfarrei meinen seelsorgerischen Aufgeben gerecht zu werden ist nun die Aufgabe“, so Brandl der ankündigte für alles und vor allem für die Gemeindeglieder ein offenes Ohr zu haben. Diakonin Lea Dunleavey, hat ihren Aufgebbereich vor allem in der kirchlichen Kinder und Jugendarbeit: „Ich bin gerade in der Findungsphase und dabei mein neues Aufgabengebiet zu erkunden. Ich sehe es als meine Aufgabe den Nachwuchs, jeden Alters, für die Kirche zu begeistern“, so ihre Intuition. Hier habe sie schon Ideen, wie beispielsweise in Kindertagesstätten Andachten abzuhalten, Mini Gottesdienste anzubieten aber auch die Jugend mit Aktionen für Gott und Kirche zu begeistern. Es gehöre auch zu ihren Aufgaben die Gestaltung von Familiengottesdiensten. Eine weitere Aufgabe wird die Vorbereitung der Konfirmanden sein. Aktuell sei hier, so die Diakonin, Pfarrerin Barabar Thie mit dieser Aufgabe betraut aber sie habe sich hier eingeklinkt um Erfahrungen zu sammeln. Dunleavey, die sich auch sehr mit sozialen Netzwerken beschäftig, wohnt in Feucht und erzählte, dass sie als Hobby gerne Schwimmen gehe. Beide freuen sich auf ihre neue Aufgabe und sind sich auch der Historie des Landls bewusst. Denn ihr neuer Arbeitsplatz reicht weit ins Mittelalter zurück und Sulzbürg war schon von 1574 bis 83, nicht nur Dekanatssitz, sondern ist auch die Wiege des protestantischen Glaubens in Bayern.
