Bundeskanzler Merz besucht Hürtgenwald nach historischem Waldbrand
Nach dem schwersten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens (seit Aufzeichnung), der erst vor zwei Tagen vollständig gelöscht werden konnte, hat Bundeskanzler Friedrich Merz am 22.08.2026 die Gemeinde Hürtgenwald besucht. Der Kanzler wollte sich persönlich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen und die Einsatzkräfte würdigen.
Begleitet von einer kleinen Delegation, der unter anderem Landrat Dr. Ralf Nolten und Bürgermeister Stephan Cranen angehörten, fuhr Bundeskanzler Friedrich Merz in das betroffene Waldgebiet. Dort erhielt er einen detaillierten Bericht zur Einsatzlage der vergangenen Tage und erfuhr, wie die Flammen durch den tag- und nachtlangen Einsatz von Rettungskräften aus dem gesamten Bundesland daran gehindert wurden, auf den Gemeindeteil Gey überzugreifen.
Im Anschluss besuchte der Bundeskanzler die Freiwillige Feuerwehr Gey, wo er mit den Einsatzkräften ins persönliche Gespräch kam. Den Höhepunkt des Besuchs bildete ein breiter Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern des THW, des Deutschen Roten Kreuzes, der Bundeswehr, der Feuerwehr, der Polizei sowie aus Landwirtschaft und dem Landesbetrieb Wald und Holz. Auch der Ortvorsteher von Gey und weitere kommunale Verantwortungsträger nahmen teil. Merz betonte, dass er die Erfahrungen und Anregungen des Gesprächs nach Berlin mitnehmen werde.
„Es gibt hier eine unglaublich beeindruckende Gemeinschaft der Hilfsorganisationen und der Dörfer, die tief geprägt sind von den Ereignissen der letzten Woche“, sagte Merz. „Sie haben gezeigt, was sie in der Lage sind zu leisten. Das hat mich sehr bewegt.“
Bürgermeister Stephan Cranen nutzte den Anlass, um den Einsatzkräften, Landwirten, Unternehmen und zahlreichen freiwilligen Helfern zu danken. „Ohne den schnellen und unkomplizierten Einsatz aller Beteiligten hätte das Feuer sicherlich ein ganz anderes Ausmaß angenommen“, betonte er. Den Besuch des Bundeskanzlers würdigte er als hohe Anerkennung für alle, die in den vergangenen Tagen geholfen haben.
Bei dieser Gelegenheit hat sich der Bundeskanzler auch in das Gästebuch der Gemeinde Hürtgenwald eingetragen.
(Fotos: J.Gras/Gemeinde Hürtgenwald)
