In der Septembersitzung hat der Marktgemeinderat die Umsetzung des neuen Besucherparkplatzes an der Gessendorfer Straße beschlossen. Damit geht ein Projekt, das uns bereits seit vielen Jahren beschäftigt, nun einen wichtigen Schritt weiter.
Die aktuelle Planung sieht 48 Pkw-Stellplätze vor, darunter drei Stellplätze für Menschen mit Behinderung und drei Wohnmobilstellplätze. Hinzu kommen drei Busstellplätze. Auch für Motorräder werden entsprechende Abstellmöglichkeiten geschaffen. Auf ein eigenes Sanitärgebäude und auf Ladesäulen wird zunächst verzichtet. Die notwendigen Leitungen sollen aber so vorgesehen werden, dass beides später nachgerüstet werden kann.
Wichtig ist dabei auch: Die Erschließung des Parkplatzes soll über die Staatsstraße erfolgen und nicht über die Gessendorfer Straße. So sieht es die derzeitige Planung vor.
Der Parkplatz soll kostenlos nutzbar bleiben. Hintergrund ist, dass eine Gebührenpflicht nach der derzeitigen Förderkulisse die Inanspruchnahme der vorgesehenen Fördermittel beeinträchtigen würde. Die kostenlose Nutzung ist damit eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir die Förderung für das Projekt in dieser Höhe erhalten können.
Besonders erfreulich ist, dass es durch gute Gespräche gelungen ist, eine Förderung von 80 Prozent der förderfähigen Kosten zu erreichen. Ohne eine Förderung in dieser Größenordnung wäre die Umsetzung des Parkplatzes angesichts der angespannten finanziellen Lage des Marktes Kallmünz nicht darstellbar. Die Gesamtkosten liegen derzeit bei rund 450.000 Euro inklusive Baunebenkosten. Der verbleibende Eigenanteil des Marktes wird aktuell mit etwa 100.000 bis 150.000 Euro angegeben.
Ein zentrales Ziel ist es weiterhin, den inneren Markt möglichst verkehrsberuhigt zu halten. Gerade an den Wochenenden, wenn viele Gäste nach Kallmünz kommen, soll der Besucherverkehr möglichst frühzeitig außerhalb des Ortskerns aufgefangen werden. Aber auch unter der Woche ist es uns wichtig, dass vor allem Besucherinnen und Besucher möglichst außerhalb parken.
Damit wollen wir nicht nur den Parksuchverkehr im inneren Markt reduzieren, sondern auch die Wohnqualität für die Anwohnerinnen und Anwohner verbessern. Weniger dauerhafter Durchgangs- und Parkverkehr bedeutet weniger Belastung für diejenigen, die unmittelbar im Ortskern wohnen.
Mit dem Beschluss ist nun die Grundlage dafür gelegt, dass der Parkplatz umgesetzt werden kann. Mit der nun beschlossenen Lösung schaffen wir einen wichtigen Baustein für eine geordnete Parksituation und zugleich für eine weitere Entlastung des inneren Marktes.
