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Tegut in Witzenhausen
Bürgermeister
12.03.2026, 18:59
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Der Lebensmittelhandel in Deutschland steht vor einer größeren Veränderung: Die Supermarktkette Tegut soll vollständig verkauft werden. Hintergrund ist die Entscheidung des bisherigen Eigentümers, des Schweizer Handelskonzerns Migros, sich aus dem deutschen Markt zurückzuziehen. Damit steht auch die Zukunft der rund 300 Tegut-Filialen in Deutschland zur Diskussion.

 

Tegut wurde 1947 in Fulda gegründet und gehört seit 2013 zu Migros. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen zunehmend mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Trotz Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen sah der Mutterkonzern langfristig keine ausreichende Perspektive mehr für das Geschäft in Deutschland.

 

 

Nach aktuellen Informationen soll ein Großteil der Märkte an den Handelskonzern Edeka verkauft werden. Rund 200 der mehr als 300 Filialen sollen in den genossenschaftlichen Edeka-Verbund integriert werden. Gleichzeitig gibt es Berichte, dass weitere Standorte möglicherweise von Rewe übernommen werden könnten.

 

Die geplanten Verkäufe stehen derzeit noch unter dem Vorbehalt der Prüfung durch das Bundeskartellamt. Erst wenn diese Prüfung abgeschlossen ist, wird feststehen, welche Standorte von welchen Unternehmen übernommen werden und welche Märkte möglicherweise schließen müssen.

 

Nach meinen aktuellen Informationen und Gesprächen ist davon auszugehen, dass die Marke Tegut bis spätestens zum Ende dieses Jahres vom Markt verschwinden wird. Was das konkret für den Standort in Witzenhausen bedeutet, ist derzeit allerdings noch völlig offen.

 

Ich habe deshalb bereits gestern Abend und heute erste Gespräche geführt und Kontakte aufgenommen – sowohl mit dem Land Hessen als auch mit verschiedenen Unternehmen. Ziel ist es, frühzeitig Perspektiven für den Standort zu entwickeln.

 

Dabei geht es mir insbesondere darum, die Nahversorgung in Witzenhausen zu sichern. Dazu gehört auch die Prüfung, ob sich ein alternativer Biomarkt ansiedeln kann. Gleichzeitig setze ich mich dafür ein, dass auch das kleine Lädchen in Gertenbach eine Zukunft hat.

 

Aktuell ist die Situation noch sehr dynamisch. Viele Entscheidungen werden erst in den kommenden Wochen und Monaten getroffen werden. Ich werde die Entwicklungen weiterhin eng begleiten und die Bürgerinnen und Bürger über neue Erkenntnisse informieren.


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