Der 27. Januar, der Tag der Befreiung von Auschwitz, ist daher kein Feiertag im üblichen Sinn. Er ist ein „DenkTag": Gedenken und Nachdenken über die Vergangenheit schaffen Orientierung für die Zukunft. Die beste Versicherung gegen Völkerhass, Totalitarismus, Faschismus und Nationalsozialismus ist und bleibt die Erinnerung an und die aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte. Heuer jährt sich die Befreiung des KZ Auschwitz zum 81. Mal.
Auch 81 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz beobachten wir ein Wiedererstarken des Antisemitismus in Deutschland und eine Zunahme antisemitischer Gewalttaten. Vor diesem Hintergrund ist die Auseinandersetzung mit den bedrückendsten Wahrheiten unserer Geschichte besonders gefordert. (Text: Landeszentrale für politische Bildung)
Wir brauchen Erinnerungskultur
Es darf niemals Schluss sein mit der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Sie ermahnen uns, sensibel zu sein gegenüber Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung von Minderheiten und Andersdenkenden. Das Forum Erinnern (www.forum-erinnern.de) will dazu beitragen, dass Erinnerungskultur lebendig bleibt und Schulen, Interessierte und Bildungseinrichtungen neue Ideen und Impulse erhalten.
Auch das Burgmuseum ist Bildungspartner des Forum Erinnern. Unsere Abteilung Nationalsozialismus setzt sich kritisch mit dieser Zeit auseinander und führt uns vor Augen, wie eng Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aneinandergekoppelt sind.
Ingeborg Bachmann sagte einst, "die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler."
Bildquelle: Burgmuseum Parsberg
