Das 120jährige Jubiläum will der Trachtenverein D' Staufenecker Piding 2026
so feiern, dass übers Jahr verteilt mehrere besondere Veranstaltungen
ausgerichtet werden.
Mit Grußworten an die Ehrengäste und die zahlreich erschienenen
Trachtenfreunde eröffnete Vorstand Walter Pfannerstill die
Herbstversammlung im voll besetzten, herbstlich dekorierten Haus der
Vereine.
Nach dem Totengedenken vermeldete die Schriftführerin Ursula Kleinert dass
nach der Neuaufnahme von neun neuen Mitgliedern im letzten Halbjahr, der
Verein jetzt 456 Mitglieder zählt. Die Spenzerfrauenvertreterin Lisa
Häusler dankte in erster Linie für die erfolgreiche Bewirtung und der
Kuchenbäckerinnen des Mitarbeiterfestes der Lebenshilfe, sowie für die
Teilnahme bei den verschiedenen Festen. Für den 31. Januar 2026 ist ein
Ausflug ins Theaterzelt Riedering geplant.
Es folgte ein mit Bildern hinterlegter Rückblick der Jugendleiterin Eva
Reichenberger. Sie informierte in Ihrem Bericht von Veranstaltungen, an
denen die über 70 Kinder starke Gruppe, aufgeteilt in Zwergerl, Kinder und
Jugend, teilgenommen hatte. Mit Eifer wirkten sie u.a. bei den
Heimatabenden, Preisplatteln und Gründungsfesten mit. Die Ausflüge führten
die Jugend zum Kartfahren, die Jüngeren durften die Burg Hohenwerfen
erkunden. Neben den Aktionsproben im Herbst, in denen viel gebastelt wird,
marschieren sie am 11.12. wieder in mehreren Gruppen zum "Kletzei geh" von
Haus zu Haus.
Auch Vortänzerin Sophie Kleinert konnte von zahlreichen Auftritten und
Unternehmungen der Aktiven berichten. Zu den besonderen Ereignissen zählte
der Aktivenausflug nach Wien, sowie der Flug zum Auftritt beim spanischen
Oktoberfest in Santa Susanna mit je fünf Dirndln und Buam. Die Fotoschau
zeigte den Spaß und die Freude, die innerhalb der Gruppe besteht und war mit
lustigen Anekdoten versehen.
Walter Pfannerstill lies in seinem Bericht die abgelaufene Saison kurz Revue
passieren. Hervorgehoben hat er die erfolgreich ausgetragenen Feste nach der
Fronleichnamsprozession und das Leuchtbrunnenkonzert und dankte allen
helfenden Händen dafür. Auf Recherche von Annemarie Haiker informierte er,
dass die Kindergruppe heuer seit 50 Jahren besteht. Auf Initiative von Hans
Bartlau wurde sie 1975, damals von vielen kritisch beäugt, gegründet, was
sich schnell als äußerst wertvolle Arbeit herausstellte.
Aus dem Gebiet und Gau informierte der Vorstand, dass 2026 kein Gaufest
stattfinden wird. Der Zusammenschluss der sechs Brudervereine ist in
Abstimmung mit den betroffenen Vereinen aufgelöst worden. Auf Vorschlag von
Gebietsvertreter Max Danzl soll zum Herbstfest in Bad Reichenhall ein
gemeinsamer Gebiets-Jahrtag begangen werden.
In seiner Vorschau fürs nächste Jahr ging er besonders auf die
Veranstaltungen ein, die erstmals eigens für das Jubiläumsjahr organisiert
werden. Es wird für verschiedene Zielgruppen was organisiert. So wird es
fürs ganze Dorf zum Auftakt ein gemütliches Beisammensein und Feiern ins
neue Jahr am Silvesterabend am Petersplatz geben. Ein Seniorennachmittag,
das Maibaumaufstellen und Gartenfest, eine Gaudi-Olympiade, und Andacht mit
Weinfest runden die Feierlichkeiten ab. Besonderer Höhepunkt wird aber der
Trachten-Outlet-Markt am 22. März in der Mehrzweckhalle sein, bei dem schöne
Stücke vieler bekannter Trachtenmarken zu günstigen Preisen angeboten
werden. Am 7./8. November 2026 führt der Ausflug nach Italien zum Weinfest
der Familie unserer Pidinger Osteria. Die Anmeldungen dafür werden gerne
beim Vorstand entgegen genommen.
Dankende Worte fand auch Pfarrer Ionel Anghel und würdigte das Dasein vom
Trachtenverein für das Aufrecht erhalten der Kultur und Traditionen in
unserer Gegend. Der Zusammenhalt untereinander ist wichtig und deshalb bat
er darum auch gemeinsam bei den Feldgottesdiensten mitzufeiern und nicht die
Zeit der Hl. Messe beim Wirt zu verbringen. Danach ist noch genügend Zeit
fürs Feiern im Bierzelt.
Christian Hinterstoißer regte an, dass die Fronleichnamsprozession nicht
mehr am Vortag, sondern am eigentlichen Feiertag gefeiert wird. Der Pfarrer
argumentierte daraufhin die Gründe für die Entscheidung auf den Vortag.
Die Vertreter der Musikkapelle Piding, Hartl Schaller und der KSK Piding,
Hans Steinbrecher dankten dem Verein für die gute Zusammenarbeit in den
verschiedenen Bereichen.
Christian Kleinert in seiner Funktion als 2. Bürgermeister sprach dem Verein
viel Lob aus, für die Lebendigkeit, Dynamik und das Weitertragen der
Dorfgeschichte an die große Kindergruppe.
Abschließend dankte der Vorstand allen, die sich an der Arbeit im
Trachtenverein und den Veranstaltungen beteiligen und startete nochmal einen
Aufruf nach männlicher Unterstützung im Team der Jugendleiter. Mit den
Leitworten "Treu der Heimat und treu dem guten alten Brauch" beschloss er den
offiziellen Teil der Versammlung.
