Am Samstag, 18. Juli 2026, wurde der Klosterpark in Michelfeld zum Treffpunkt für Menschen aus der gesamten Region. Bewohner und Beschäftigte, Angehörige, Mitarbeitende, Ehrenamtliche und zahlreiche Gäste feierten gemeinsam das traditionelle Sommerfest von Regens Wagner Michelfeld. Bei bestem Sommerwetter erlebten die Besucher einen Nachmittag mit Musik, Begegnungen, Mitmachangeboten und kulinarischen Schmankerln.
Alle zwei Jahre öffnet das Michelfelder Regens Wagner-Zentrum seine Türen für das große öffentliche Familienfest. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht die Gebäude oder Einrichtungen, sondern die Menschen, die hier leben, arbeiten und sich begegnen. Viele Angehörige nutzen den Nachmittag für gemeinsame Stunden. Zugleich kommen Nachbarn, Freunde und Interessierte aus Michelfeld, Auerbach und den umliegenden Gemeinden in den Klosterpark.
Für Kinder und Familien gab es unter anderem Alpakas zu bestaunen, Schmink- und Bastelstationen, Angel- und Jonglierspiele. Die Auerbacher Knabenkapelle, unter neuer Dirigentin Kira Lorenz, sorgte für die musikalische Begleitung. An verschiedenen Verkaufs- und Informationsständen präsentierten unter anderem der Maurushofladen und die Textilwerkstatt ihre Arbeit und selbst hergestellte Produkte.
Traditionell begann der offizielle Teil um 14:00 Uhr mit dem Einmarsch der Auerbacher Knabenkapelle, gefolgt von Klienten der Einrichtung, der Gesamtleitung und den Ehrengästen. Anschließend richtete Bewohnervertreter Matthias Naumann im Namen der Bewohner und Beschäftigten von Regens Wagner Michelfeld Grüße an die Gäste und wünschte allen ein schönes Fest. Peter Miltenberger, Gesamtleitung von Regens Wagner Michelfeld, begrüßte außerdem viele politische Wegbegleiter. Vom Landtag waren zu Gast Dr. Harald Schwartz, MdL (CSU) und Bernhard Heinisch, MdL (Freie Wähler). Miltenberger begrüßte ebenso Birgit Barth (CSU), die zum ersten Mal in ihrer Funktion als Auerbachs neugewählte Bürgermeisterin das Sommerfest besuchte. Gleichermaßen hieß Miltenberger den Generalsekretär der Freien Wähler Bayerns, Hans Martin Grötsch sowie den Bürgermeister der benachbarten Gemeinde Königstein, Jörk Kaduk (Freie Wähler) und Johannes Lindner, Stadtrat von Auerbach, herzlich willkommen.
Im Verlauf des Sommerfestes besuchte auch Landrat Richard Reisinger (CSU) den Klosterpark in Michelfeld. In seiner Funktion als jahrzehntelanger Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer von Regens Wagner Michelfeld ist er mit dem Regens Wagner-Zentrum eng verbunden. Der Förderverein blickte dabei auf sein 25-jähriges Bestehen und Wirken zurück. In monatelanger Arbeit sammelten die Mitglieder des Vereins und des Beirats an der Einrichtung Preise für ihren gemeinsamen Losstand ein, welcher eines der beliebtesten Fest-Highlights bei den Gästen und Bewohnern der Einrichtung war. Die Einnahmen kommen dabei wieder den Klienten der Einrichtung zugute. Ziel des Fördervereins ist, Projekte und Anschaffungen für die Menschen mit Behinderung in der Einrichtung finanziell zu unterstützen.
Als Vorband zur Auerbacher Knabenkapelle stimmte die inklusive Sing- und Musikgruppe der Offenen Hilfen mit Sängern und Ukulelespielern jeden Alters die Besucher mit drei Liedern zum Mitsingen auf das Fest ein.
Möglich wurde der Festnachmittag durch die Zusammenarbeit vieler Menschen. Allen voran der Technische Dienst, übernahmen auch Mitarbeitende aus der Förderstätte und den Michelfelder Werkstätten Auf- und Abbau, Verpflegung, Betreuung und Organisation. Unterstützt wurden sie durch rund 20 ehrenamtlich Engagierte.
Bei Kaffee und Kuchen, Bratwürsten, Steaks und Pommes, Fisch- und Käsesemmeln sowie Musik blieben viele Besucher bis in den späten Nachmittag im Klosterpark. Dabei entstanden Gespräche zwischen Menschen, die sich bereits lange kennen, und Gästen, die Michelfeld erstmals besuchten. Hier engagierte sich vor allem das Seelsorgeteam der Einrichtung, indem es mit zahlreichen Gästen ins Gespräch kam und kleine Andenken an das Fest verteilte.
Dieses Sommerfest zeigte, wie selbstverständlich Gemeinschaft wachsen kann, wenn Menschen einander offen begegnen. Viele kleine Beiträge machten daraus einen Nachmittag, der Bewohner, Angehörige, Mitarbeitende und die Region miteinander verband.
