- Diskussionsabend mit Edith Sachse -
Dienstag, 24.03.2026, 19 - 21 Uhr
Kürnacher Lebensräume
Neonicotinoide sind als Bienenkiller bekannt und 11.000-mal giftiger, als bislang vermutet. Seit Mitte der 2000er Jahre sind diese Pestizide zunehmend stark umstritten, hauptsächlich wegen ihrer fatalen Auswirkungen auf Honig- und Wildbienen aber auch auf andere Insekten sowie Vögel und Amphibien. Es konnten Schäden am Nervensystem der Bienen nachgewiesen werden, welche Verhaltensänderungen bewirken und schließlich zum Tod der Tiere führen. Bienen stellen einen großen ökonomischen Wert dar. Ihre Bestäubungsleistung wird weltweit auf 200 bis 500 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Die EU-Kommission hat daher 2013 ein Teilverbot für „Neonics“ erlassen, welches über Notfallzulassungen wiederholt in Kulturen wie Zuckerrüben und Kartoffeln ausgesetzt wurde. Eine solche Sonderregelung ist auch 2026 zu befürchten.
Zur Begründung wird die Schilfglasfügel-Zikade aufgeführt, vielmehr die Bakterien, die diese beim Saugen der Pflanzensäfte auf die Kulturpflanze überträgt. Die resultierende Erkrankung der Zuckerrübe ist an Merkmalen, wie gelbe Blätter und eine verformbare „Gummirübe“ zu erkennen. Die Folge ist eine 25-50%igen Reduzierung der Zuckerausbeute und somit ein wirtschaftlicher Verlust.
Dennoch, eine neue Notfallzulassung gilt es auf jeden Fall zu verhindern. Es gibt inzwischen praktikable Alternativen zu diesen höchst problematischen „Neonics“, sagt Edith Sachse. Hierzu gehört die Wahl der Fruchtfolge und weiteres.
Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch und Diskussionsabend. Unterstützen Sie uns gerne mit Ihren Ideen und kommen Sie vorbei.
