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Ein strahlender Held zieht ein
Landratsamt Bayreuth für Hummeltal
18.09.2026, 13:59

Mit großem Publikumsinteresse, einer feierlichen Enthüllung und einer besonderen Atmosphäre wurde am Donnerstagabend die Ausstellung „Der Held“ der Goldschmiedemeisterin und Künstlerin Anna Hirt im Rathaus Creußen eröffnet. Die Veranstaltung ist die zweite Einzelwerkpräsentation der Ausstellungsreihe „Richard zieht ein – und Walhall wird lebendig“, die im Jubiläumsjahr der Bayreuther Festspiele Kunst, Mythologie und regionale Identität auf besondere Weise miteinander verbindet und in den Landkreis Bayreuth trägt.

Die Band Uncle Chad aus Gottsfeld sorgte für den passenden Auftakt. In kleinerer Besetzung als gewohnt, verwandelten die Musiker das Rathaus mit Songs berühmter Rockhelden in einen ebenso kraftvollen wie emotionalen Klangraum. Getragen von der eindrucksvollen Stimme des Frontmanns und passend zum Ausstellungsthema ausgewählten Titeln erhielt die Vernissage von Beginn an eine besondere Dynamik.

In ihren Grußworten betonten Bürgermeister Martin Dannhäußer und Landrat Florian Wiedemann die Bedeutung des Heldenmotivs und dessen Aktualität in unserer Zeit. Während Dannhäußer die Gemeinschaft und das Miteinander als tragende Kräfte einer Region hervorhob, richtete Wiedemann den Blick auf die Frage, wer die Heldinnen und Helden unserer heutigen Gesellschaft sind: „Heldentum ist kein feststehender Begriff. Jede Zeit definiert ihn neu. Und jede Generation entdeckt darin andere Werte und Vorbilder. Gerade deshalb passt das Werk von Anna Hirt hervorragend zu den Zielen des Festivaljahres.“

Höhepunkt des Abends war die feierliche Enthüllung des eigens für die Projektreihe geschaffenen Kunstwerks „Der Held“. Gemeinsam nahmen Monika Pellkofer, Projektleiterin der Ausstellungsreihe und Regionalmanagerin der Region Bayreuth, sowie die Künstlerin Anna Hirt die Enthüllung vor. Mit großer Spannung verfolgten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher den Moment, als das bis dahin verborgene Werk erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Im anschließenden Künstlergespräch gewährte Anna Hirt spannende Einblicke in die Entstehung ihres außergewöhnlichen Körperschmuckwerks. Sie schilderte den kreativen Prozess in ihrem Atelier und erzählte, wie aus ersten Ideen, Materialien und handwerklicher Präzision schließlich ein Kunstwerk entstand, das den Heldenbegriff auf moderne und sehr persönliche Weise interpretiert. Die Ausführungen machten deutlich, wie viel handwerkliches Können, Leidenschaft und künstlerische Auseinandersetzung in dem Werk stecken.

Besonders beeindruckend war an diesem Abend das gelungene Zusammenspiel verschiedener Ebenen: Kunst, Handwerk, Musik, Geschichte, Mythologie und regionale Identität verbanden sich zu einem stimmigen Gesamterlebnis. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit zum Austausch, diskutierten über die unterschiedlichen Facetten des Heldenbegriffs und kamen mit der Künstlerin sowie den Projektverantwortlichen ins Gespräch. Auch beim anschließenden Ausklang blieb das Motto des Abends lebendig. Der eigens angebotene regionale „Heldentrunk“ aus Lindenhardt wurde ganz im Stil der Stadt Creußen aus traditionellen Steingutbechern gereicht und rundete das inhaltliche Konzept auf charmante Weise ab. 

Die Veranstaltung machte zugleich sichtbar, was solche Projekte erschaffen können. Es entstand ein starkes Netzwerk engagierter Künstlerinnen und Künstler, die über die einzelnen Ausstellungsorte hinaus miteinander im Austausch stehen. Die Beteiligten haben sich während des Projekts nicht nur künstlerisch, sondern auch menschlich hervorragend verstanden und vernetzt. Diese besondere Zusammenarbeit prägt die gesamte Reihe und verleiht ihr eine zusätzliche Qualität.

Mit der Ausstellung in Creußen ist die Reise durch den Landkreis jedoch noch nicht beendet. Den Abschluss der Projektreihe bildet die kommende Veranstaltung „Der Drache“ am 24. September um 17 Uhr im Rathaus Eckersdorf mit Thomas Brix, zu der herzlich eingeladen wird. Auch dort wird sich noch einmal zeigen, wie lebendig die Verbindung von Richard Wagners Themenwelt, zeitgenössischer Kunst und regionalem Miteinander sein kann.

Die Ausstellung „Der Held“ ist noch bis zum 8. Oktober 2026 im Rathaus Creußen zu sehen. 

Das Projekt „RICHARD ZIEHT EIN…“ wird im Rahmen der Regionalentwicklung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert.

Foto (v.l.n.r.): Landrat Florian Wiedemann, Künstlerin Anna Hirt, Regionalmanagerin der Region Bayreuth Monika Pellkofer, der Erste Bürgermeister der Stadt Creußen Martin Dannhäußer und Künstler Volker Wunderlich präsentieren das Körperschmuckwerk.



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