Unverwechselbare Klänge der böhmisch-mährischen Musik mit der Körnier Dorfmusik
Text und Foto: Astridt Raaber
Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jede Note wie ein Herzschlag pulsiert, jede Melodie den Morgen wie ein Sonnenstrahl erhellt und in der jeder Rhythmus Ihre Seele zum Tanzen bringt. Diese Welt existiert – sie lebt in den Klängen der böhmisch-mährischen Musik. Ein jeder, der sich dieser Musik öffnet, spürt es tief im Innern: Wer die Musik liebt, der liebt das Leben.

Am 22. Februar 2026 fand in Kürnach der 20. Abend der Blasmusik der Körnier Dorfmusik statt, der ganz im Zeichen der böhmisch-mährischen Blasmusik stand. In der frühlingshaften Atmosphäre der Mehrzweckhalle versammelten sich Musikliebhaber jeden Alters, um gemeinsam in die Welt der schwingenden Polkas, majestätischen Marschklänge und gefühlvollen Walzer einzutauchen.
Besonders erfreulich war zu sehen, dass weitere, insbesondere junge Menschen sich dazu entschieden haben, in dieser Formation mitzuspielen.
Der Abend wurde meisterhaft von Manfred Ländner moderiert, der es gekonnt verstand, den Bogen von der gerade endenden Winterolympiade zu den bekannten Sportschuhen ASICS zu schlagen und somit eine Brücke zu dem aufgeführten Stück „Mens sana in corpore sano“ zu bauen.
Unter der erfahrenen Leitung von Günter Heinrich begeisterte die Körnier Dorfmusik mit einem facettenreichen Programm. Jede Darbietung war ein Zeugnis handwerklichen Könnens und ungebremster Spielfreude. Das harmonische Zusammenspiel der Blasinstrumente erzählte von der Schönheit des Miteinanders, es regte dazu an, innezuhalten und die Momente zu feiern, die das Leben ausmachen.
Wer sich im fröhlichen Wirbel einer Polka wie „Ein kleiner Flirt“, „Ein Leben lang“ oder „Dann und Wann“ mitreißen ließ, erlebte die erfrischende und erheiternde Wirkung dieser Musik – als würden alle Sorgen verfliegen. Wenn sanfte Walzer wie „Egerländer Träumereien“ oder „Ein zarter Blick“ ihre melancholischen Linien zeichneten, waren es diese Augenblicke, die uns die Tiefen unserer Gefühle ganz bewusst machten. Und sollten wir jemals vergessen haben zu träumen – ein böhmischer Marsch wie „Pfeffer und Salz“ hat uns mit seiner festlichen Anmut daran erinnert.
Die Trompeter Christoph Schrauth und Elmar Heinrich füllten mit dem virtuos vorgetragenen Stück „Trumpet Hearts“ die Halle mit klaren, durchdringenden Klängen, die durch Emotionalität und Präzision überzeugten. Elke Wunderlich und Elmar Heinrich verzauberten mit ihren bewegenden Gesangseinlagen die Gäste. Ihre harmonischen Stimmen hoben das Konzert auf eine neue Ebene und hinterließen Gänsehaut-Momente.
Diese Musik ist so kraftvoll, weil sie die Einfachheit und Komplexität des Lebens zugleich feiert. In jedem Takt lauert eine neue Überraschung, in jeder Phrase ein neuer Gedanke, in jedem Klang ein neuer Traum. Sie ruft uns zu: Lebe! Fühle! Tanze! Liebe!
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