Heimat Info Logo
Wittlich/Eschweiler Den 30. Europäischen Sozialpreis erhielt Katrin Bornmüller aus Wittlich am 3. Oktober bei einem Fest...
Europaverein GPB e. V.
05.10.2026, 22:05
Wittlich/Eschweiler
Den 30. Europäischen Sozialpreis erhielt Katrin Bornmüller aus Wittlich am 3. Oktober bei einem Festakt im Rathaus von Eschweiler. Ausgezeichnet wurde ihr mehr als vier Jahrzehnte währender Einsatz für Menschenrechte und humanitäre Hilfe mit der Arbeitsgruppe Wittlich der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).
Der Europäische Sozialpreis wird jährlich vom Europaverein für GesellschaftsPolitischeBildung (GPB) e.V. an herausragende Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderem Maße für ein soziales und solidarisches Europa einsetzen. In diesem Jahr stand die Auszeichnung unter dem Motto „Menschenrechte sind das Fundament Europas“. Menschen, die sich für diese Rechte einsetzen, trügen dieses Fundament, betonte Andrea Wolff, Präsidentin des Europavereins, in ihrer Rede. Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit könnten nur bestehen, wenn Menschen bereit seien, für sie einzustehen.
Laudator Michael Brand, MdB und Staatsminister im Familienministerium, würdigte ihr jahrzehntelanges Engagement und ihren Einsatz für politisch Verfolgte und Menschenrechte. Bürgermeister Patrick Nowicki hob hervor, dass die Arbeitsgruppe inzwischen mehr als 600 Hilfstransporte auf den Weg gebracht hat.
Katrin Bornmüller dankte ihrem verstorbenen Mann Hermann, ihren Kindern sowie den Helferinnen und Helfern der Arbeitsgruppe. „Wir sind sehr stolz auf unsere Gründerin und Preisträgerin und fühlen uns als Team mit geehrt “, sagte Carmen Jondral-Schuler, Leiterin der Arbeitsgruppe Wittlich und Vorstandsmitglied der IGFM Deutsche Sektion.
Die zahlreichen Besucher konnten eine von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte IGFM konzipierte Austellung über verschleppte ukrainische Zivilisten besuchen, die im Foyer des Rathauses zu sehen war. Liusiena Zinovkina berichtete eindrücklich über das Schicksal ihres verschleppten Ehemannes und ihren Einsatz für andere Verschleppte. Schätzungsweise 16.000 Zivilisten sind von den russischen Staatsdiensten verschleppt worden und von vielen ist das Schicksal ungewiss. Kostiantyn Zinovkin, der im besetzten Melitopol gegen die russische Okkupation demonstriert hat, wurde kürzlich zu 28 Jahren Lagerhaft in Russland verurteilt.
Fotos: IGFM
Bildunterschrift: (v.li.n.re. Stephan Löhmann (Stellvertretender Präsident Europaverein GPB e.V.), Liusiena Zinovkina (Menschenrechtsaktivistin), Peter Schmitt (IGFM-AG Wittlich), Staatssekretär Michael Brand, MdB, Katrin Bornmüller (Preisträgerin), Andrea Wolff (Präsidentin Europaverein GPB e.V.), Carmen Jondral-Schuler (Leiterin IGFM-AG Wittlich), Patrick Nowicki (Bürgermeister Stadt Eschweiler), Dr. Stefan Meister (DGAP)
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte
Europaverein GPB e. V.
Stadt Eschweiler

Beschreibung

Der Europaverein GesellschaftsPolitische Bildung e. V. setzt sich seit 1991 für die Völkerverständigung in Europa ein. Für ein starkes und solidarisches Europa. Unser Schwerpunkt ist die Jugend- und Erwachsenenbildung. Seit 29 Jahren verleihen wir den Europäischen Sozialpreis an eine Person, die sich ehrenamtlich für die Werte Europas engagiert und sich für andere eingesetzt hat. Wir bieten Projekte, Ausstellungen, Workshops, Veranstaltungen und Seminare an, zu allen Themen rund um Europa. Dabei haben wir stets die Stärkung der Demokratie im Blick. Wir sind unabhängig, überparteilich und gemeinnützig.