Der Pfarrausflug der Pfarrei Mariä Himmelfahrt führte unsere Gemeinschaft an den historischen Ort Speyer. Unser Diakon Tobias Henrich begleitete uns in seine Heimatstadt und bereicherte den Tag durch fachkundige Hinweise und persönliche Einblicke.
Der Tag begann bei schönem, nahezu sommerlichem Wetter. Nach der Ankunft gaben wir uns einer eindrucksvollen Domführung hin. Der Speyerer Dom, seit 1981 UNESCO-Welterbe, gilt als die größte romanische Kirche weltweit. Die anschließende Besichtigung der Hallenkrypta, die zu den größten ihrer Art zählt und die Grablege mittelalterlicher Kaiser und Könige beherbergt, führte uns tief in die Geschichte des Domortes ein.
Nach dem kulturellen Auftakt blieb Zeit für eigene Entdeckungen. Tobias Henrich gab hilfreiche Tipps zu weiteren Sehenswürdigkeiten in Speyer sowie Anregungen für die Mittagspause, sodass jede/r Teilnehmende die Mittagspause nach eigenem Geschmack gestalten konnte.
Am Nachmittag empfing uns Schwester Elisabeth im Kloster der Dominikanerinnen St. Magdalena. Sie vermittelte Einblicke in das Leben der zunächst jüdischen Philosophin und später katholischen Nonne Edith Stein, die neun Jahre lang als Lehrkraft an der Schule der Dominikanerinnen in St. Magdalena wirkte. Ein Filmvortrag über Edith Steins bewegtes Leben – von ihrer jüdischen Herkunft über die atheistische Selbststimmung, ihre philosophische Promotion bis zur Konversion zum katholischen Glauben und ihren Tod 1942 im Vernichtungslager Auschwitz – hinterließ bei uns allen bleibende Eindrücke. Im kleinen Museum des Klosters konnten wir zudem Dokumente und Fotografien zu Edith Stein auf uns wirken lassen. In der Klosterkirche hielt Diakon Tobias Henrich eine Andacht. In seiner Ansprache nachspürte er Edith Steins Suche nach „Wahrheit“ und hob hervor, dass sie diese Wahrheit in ihrem christlichen Glauben nach der Taufe gefunden hatte.
Der Abschluss des Ausflugstags führte uns nach Deidesheim in ein ehemalige Weingut, wo der Pfälzer Wein sowie regionale Spezialitäten, darunter Pfälzer Saumagen und Flammkuchen, verkostet wurden. Gestärkt und erfüllt von vielfältigen Sinneseindrücken traten wir die Heimreise an.
Der gesamte Tag zeigte eindrucksvoll, wie Geschichte, Spiritualität und regionale Kultur ineinandergreifen und unsere Gemeinschaft stärken. Ein besonderer Dank geht an unsere Kirchenpflegerin Birgit Riethmann und ihr Team für deren engagierte Organisation sowie an Diakon Tobias Henrich für die fachkundige Begleitung.
