Mit einer gut besuchten Abschlussveranstaltung im Saal des Hotelgasthofs Dallmaier haben die Freien Wähler Ergoldsbach ihre Reihe von Wahlinformationsabenden beendet. Insgesamt fanden sechs Termine in den verschiedenen Ortsteilen statt, bevor der letzte Abend in der Ortsmitte abgehalten wurde. Der Saal war vollständig belegt, zahlreiche interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer nutzten die Gelegenheit zum Austausch.
Beim abschließenden Termin waren alle 20 Kandidatinnen und Kandidaten anwesend und stellten sich vor; auch bei den vorhergehenden Veranstaltungen nahmen jeweils mindestens 18 Bewerberinnen und Bewerber teil. Die Stimmung unter Beteiligten und Publikum wurde als positiv beschrieben. Das gewählte Vorstellungsformat fand nach Angaben der Veranstalter großen Zuspruch. Bestandteil war ein Interview mit Bürgermeisterkandidatin Heike Berger, das informativ und kurzweilig gestaltet war. Moderator Martin Schwaiberger variierte die Fragestellungen von Termin zu Termin, wodurch die Spontanität erhalten blieb und immer wieder unterschiedliche Aspekte zur Sprache kamen.
Für Heike Berger steht bei allen Aufgaben ein generationsnübergreifender Ansatz im Mittelpunkt. Kommunale Politik muß alle Altersgruppen gleichermaßen im Blick behalten - von Kindern und Jugendlich über Familien und Berufstätigen bis hin zu Seniorinnen und Senioren.
Berger sieht es als zentrale Aufgabe an, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Lebensqualität und Teilhabe für alle ermöglichen. Dazu zählt sie unter anderem die Förderung von Bildungs- und Betreuungsangeboten, die Unterstützung des Vereinslebens sowie Maßnahmen zur Sicherung einer guten Infrastruktur und Versorgung im Alter.
Begleitend zu den inhaltlichen Präsentationen griffen die Freien Wähler auch das Leitbild von Heike Berger — „Mein Herz schlägt für Ergoldsbach“ — gestalterisch auf. Das Motto ist auf Plakaten und Bannern sichtbar, findet sich bei Werbegeschenken wieder und wurde auch in der Kleidung aufgegriffen: Symbolisch stand ein Lebkuchenherz mit dem Schriftzug „Ergoldsbach“ im Mittelpunkt. Viele Besucherinnen und Besucher nahmen Erinnerungsstücke von den Veranstaltungen mit, sodass inzwischen in zahlreichen Haushalten Magneten mit dem Herzmotiv an Kühlschränken hängen. Dies soll als ein Zeichen für parteiunabhängigen Zusammenhalt in der Gemeinde verstanden werden.
Neben den Informationsabenden in Gaststätten und Sälen suchten die Freien Wähler auch andere Wege zum Dialog: Ein Besuch im Altenheim sowie zwei Öffnungstage ihres Wahllokals in der Hauptstraße boten weiteren Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit zum Austausch. Weitere Aktionen sind geplant und werden rechtzeitig über verschiedene Medien angekündigt.
Die Veranstaltungen waren geprägt von Diskussionen und Anregungen aus der Bevölkerung zur Weiterentwicklung der Marktgemeinde. Zu den zentral genannten Themen zählen eine solide und nachhaltige Finanzpolitik, sichere Schulwege sowie eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung — von Kinderkrippe und Kindergarten über Hortangebote bis hin zur Ganztagsschule. Ebenfalls angesprochen wurden die Stärkung der Vereinsarbeit für Jung und Alt, ein lebendiger Ortskern durch Verringerung von Leerständen und Gebäudesanierungen, sichere Rad- und Fußwege sowie die Weiterentwicklung von Naherholungsflächen.
Weitere Schwerpunkte betreffen die Digitalisierung der Gemeindeverwaltung, mögliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Ortskern, die Parksituation am Bahnhof und die Ausweisung weiterer Gewebeflächen. Dabei wurde deutlich, dass viele Vorhaben eine sorgfältige Abstimmung zu Zuständigkeiten, Fördermöglichkeiten und Eigentumsverhältnissen erfordern. Ziel sei es, vorhandene Spielräume konstruktiv zu nutzen und gemeinsam tragfähige Lösungen für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Gemeinde zu erarbeiten.
