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Basilikakonzert: Georg Friedrich Händel: Messiah (Messias), HWV 56
Touristikamt Ottobeuren
21.07.2025, 10:04
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21.09.2025

So., 21.09., 15 Uhr, Basilika Ottobeuren, Münchener Bach-Chor, Münchener Bach-Orchester, Leitung: Johanna Soller Carine Tinney (Sopran), Hugh Cutting (Altus), Guy Cutting (Tenor), Peter Harvey (Bariton)

Münchner Bachorchester 21.09.2025
Münchner Bachorchester 21.09.2025
Münchener Bach Chor
Münchener Bach Chor

Basilikakonzert: Georg Friedrich Händel: Messiah (Messias), HWV 56

So., 21.09.2025, 15 Uhr

Münchener Bach-Chor, Münchener Bach-Orchester
Leitung: Johanna Soller
Carine Tinney (Sopran), Hugh Cutting (Altus), Guy Cutting (Tenor), Peter Harvey (Bariton)


Vorverkaufsstelle:
Touristikamt Ottobeuren, Marktplatz 14, 87724 Ottobeuren, +49 (0)8332 9219-50, touristikamt@ottobeuren.de

Veranstaltungsort: Basilika Ottobeuren, Sebastian-Kneipp-Str. 1, 87724 Ottobeuren

Einlass: 14 Uhr
Beginn: 15 Uhr
Ende: ca. 16:30 Uhr

Parken:
Bitte nutzen Sie die kostenlosen P+R-Parkplätze im Gewerbegebiet, Johannes-Gutenberg-Straße 2-3. Von dort fährt ab 13 Uhr alle 5-10 Minuten ein kostenloser Shuttlebus zum Marktplatz direkt unterhalb der Basilika.

Am Konzertsonntag ist eine Besichtigung der Basilika Ottobeuren nicht möglich.

Veranstalter: Touristikamt Ottobeuren, Marktplatz 14, 87724 Ottobeuren

Der 31. Juli 1949 bleibt für Ottobeuren ein denkwürdiger Tag. Zum ersten Mal in der langen Geschichte der Benediktinerabtei erklang im Chorraum der Basilika ein Oratorium. Es war ein Glücksfall, den aus Babenhausen stammenden und in Augsburg wirkenden Musiker und Komponisten Otto Jochum für die Aufführung von Händels Oratorium „Der Messias“ gewinnen zu können. Aber das größte Geschenk war, dass durch Zufall an diesem Sonntag eine große Flüchtlingswallfahrt stattfand, zu der aus dem ganzen süddeutschen Raum mehr als 15.000 Heimatvertriebene nach Ottobeuren kamen und ca. 6.000 Menschen dichtgedrängt das Konzert in der Basilika erleben konnten. Dieser Erfolg war zugleich die Geburtsstunde der „Ottobeurer Basilikakonzerte“. Wer kennt nicht das „große Halleluja“ aus dem „Messias“? Händels „Messias“ gilt als nahezu unüberwindbarer Höhepunkt in der Geschichte des Oratoriums. Seine Besonderheit liegt in der musikalisch-lyrischen Umsetzung der geistig-religiösen Themen der Göttlichen Verheißung, des Leidens und Todes sowie der Auferstehung. Der Zuhörer durchlebt in diesem dreiteiligen Werk die Geschichte des Heilands in seiner ganzen Intensität. Mit der diesjährigen Aufführung durch den Münchener Bach-Chor und -Orchester wird ebenso auch die Erinnerung an Karl Richter geweckt, der in den Jahren 1960, 1965, 1970 und 1978 den „Messias“ mit diesem Klangkörper
in der Basilika dirigierte. Bei den insgesamt elf Aufführungen des „Messias“ in der Basilika (1949, 1960, 1965, 1970, 1978, 1983, 1987, 1989, 1998, 2015, 2019) war der Münchener Bach-Chor siebenmal beteiligt.

Das Münchener Bach-Orchester und der Münchener Bach-Chor prägen nicht nur das Musikleben Münchens seit 70 Jahren in bedeutender Weise, sondern sie erwarben sich auch einen hervorragenden Ruf auf den Bühnen in der ganzen Welt.

Johanna Soller ist seit der Saison 2023/24 Künstlerische Leiterin des Münchener Bach-Chors und Bach-Orchesters. Sie zählt als Dirigentin, Cembalistin und Organistin zu den führenden und vielseitigsten Künstlerinnen ihrer Generation. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit der Nederlandse Bachvereniging, deren Tournee mit Bachs Matthäus-Passion sie 2024 dirigierte, u.a. im Concertgebouw Amsterdam. Als Dirigentin arbeitete sie außerdem mit den Münchener Symphonikern und dem Dunedin Consort. In der Saison 25/26 gastiert sie u.a. beim Orchestra of the Age of Enlightenment und dem B’Rock Orchestra und leitet Opernproduktionen an der Opera North und der Kammerakademie Potsdam. Sie ist Künstlerische Leiterin des von ihr gegründeten Barockensembles capella sollertia und der Reihe Cantate um 1715 und unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater München eine Oratorienklasse. Als gefragte Continuo-Spielerin musizierte sie u. a. mit dem Freiburger Barockorchester. 2020 wurde sie mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet, 2023 mit dem Eugen-Jochum-Preis für Dirigenten. Sie war Stipendiatin im Forum Dirigieren des Deutschen Musikrats.

In den 1950er Jahren rief Karl Richter den Münchener Bach-Chor und das Münchener Bach-Orchester ins Leben und erarbeitete mit ihnen eindrucksvoll intensive Interpretationen vor allem der Werke Johann Sebastian Bachs, die rasch Menschen in aller Welt begeisterten. Zahlreiche Aufnahmen und große internationale Tourneen in die ganze Welt – von
Paris bis New York, von Moskau bis Tokio – begründeten den Weltruf von Chor und Orchester. Nach Richters Tod – das Gedenkkonzert dirigierte Leonard Bernstein – übernahm Hanns-Martin Schneidt von 1984 bis 2001 die Leitung und erweiterte das Repertoire. 2005 wurde Hansjörg Albrecht neuer Künstlerischer Leiter: Lebendig strukturierte Bach-Interpretationen und ausgefallene Programmkonzepte standen im Mittelpunkt der Arbeit. Es folgten Konzertreisen nach Russland und Italien, mehrere Israel-Tourneen mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta und Lahav Shani sowie Auftritte beim Verbier-Festival mit Konzerten unter Gábor Takács-Nagy und Sir Simon Rattle. Seit der Saison 2023/24 ist Johanna Soller Künstlerische Leiterin der Ensembles. Das Orchester, nun auf historischen Instrumenten musizierend, versammelt renommierte Spezialisten der Historischen Aufführungspraxis. Höhepunkte der Konzerttätigkeit waren über die Jahre immer die Konzerte in der Basilika Ottobeuren, zuletzt 2024 mit Mendelssohns Elias.