Heimat Info Logo
Valleyer Gebirgsschützen in Aidenbach
Gebirgsschützenkompanie Valley e.V.
22.09.2026, 09:13
Bilder (2)

Zum diesjährigen Volksfest des Marktes Aidenbach in Niederbayern folgte die Gebirgsschützen Kompanie Valley einer Einladung des 1.Bürgermeisters von Aidenbach Robert Gabler. Mit einer Abordnung von 20 Gebirgsschützen nahm die GSK Valley am dortigen Festzug teil;  und vertrat dort nicht zuletzt den Mangfall-Leitzach Gau der Gebirgsschützen, sondern auch insbesonders unsere Heimatgemeinde.

Hauptmann Gelesch wurde dort eine besondere Ehre zuteil; er durfte auf ausdrücklichen Wunsch des 1.Bürgermeisters den Festzug mit ca.1.000 Teilnehmern Richtung Volksfestplatz in Marsch setzen. Bei schönstem Wetter und bester Stimmung klang der Tag mit gutem Essen, guten Gesprächen und vielen neuen Kontakten die zwischen Valleyern und Aidenbachern geknüpft wurden aus. Die Aidenbacher Feuerschützen mit ihrem Salutzug sind bereits für den nächsten Kompaniejahrtag im Juni 2027 als Gäste bei uns in Valley herzlich eingeladen.  

Aidenbach und Valley verbindet die gemeinsame Geschichte der Aufstandszeit 1705/1706. Nach der Sendlinger Mordweihnacht im Dezember 1705 in der etwa 1.100 Oberlandler durch kaiserliche Truppen niedergemetzelt wurden, fielen in Aidenbach wenig Tage später Anfang Januar 1706 weitere 4.000 Mann den kaiserlichen Truppen zum Opfer. Bemerkenswert ist, dass man in Aidenbach an mehreren Stellen deutliche Hinweise auf die sogenannte "Valleyer Sturmfahne" von 1705 in Schrift und Bild vorfindet, ähnlich wie dies auch in Tölz der Fall ist.

Ein Veranstaltungstipp für Interessierte:  der Markt Aidenbach führt jeweils im Abstand von 3 Jahren dieses historische Ereignis von 1706 mit unzähligen Darstellern an verschiedenen Plätzen im Ort auf. Dabei dient der Markt selbst als große Freiluftbühne in der die Akteure mit viel Aufwand die Geschehnisse dieser Zeit aufführen. (Näheres auch unter: www.aidenbach.de)

 

 


Bilder (3)
Beschreibung

Die Gebirgsschützenkompanie Valley wurde im Jahr 2024 als 48. und bisher letzte Gebirgsschützenkompanie in Bayern wiedergegründet. Die Kompanie ist Mitglied im Bund der Bayerischen Gebirgsschützen Kompanien. Historisch belegbare Wurzeln gehen zurück bis in das Jahr 1512 wo sich bereits eine Hauptmannschaft der Landesdefension in einer der gräflich Valley'schen Hofmarken befand. Der historische Schwerpunkt der Valleyer Gebirgsschützen liegt jedoch im Jahr 1705 beim Oberländer Aufstand gegen die kaiserlich-österreichischen Besatzer, bekannt als die 'Sendlinger Mordweihnacht". Die Gebirgsschützen pflegen heute die Tradition des wehrhaften Brauchtums und sehen sich als Verteidiger des Glaubens und der christlich abendländischen Werte. Und ganz generell als Bewahrer der bayerischen Kultur, Sprache und Lebensart. Die Gebirgsschützen sind aufgrund ihres institutionellen Status bei der bayerischen Staatsregierung und im Freistaat Bayern als priviligierter Traditionsverband mit insgesamt über 12.000 Mitgliedern anerkannt. Der Schutzherr der Gebirgsschützen ist immer der jeweilige amtierende Ministerpräsident quasi von Amtswegen. Die Gebirgsschützen waren integraler Bestandteil der bayerischen Armee, bzw. der Landesverteidigung und sind im grundegenommen der Rest, der von der alten bayerischen Armee vor dem 01. Januar 1870 noch übriggeblieben ist. In dieser alten militärischen Tradition werden bei öffentlichen Ausrückungen noch historische Waffen getragen und noch originale alte bayerische militärische Kommandos durch die Offiziere gegeben. Chef einer Kompanie ist grundsätzlich ein auf Zeit gewählter Hauptmann, bzw. ein Oberleutnant als dessen Stellvertreter. Bei den Gebirgsschützen wird Geschichte lebendig gehalten und eine gute Kameradschaft gross geschrieben. Das gilt auch für die Marketenderinnen, die sich mit Schnaps um das Wohl der Schützen kümmern.