Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Deutschland zunehmend aus. Steigende Temperaturen und veränderte klimatische Bedingungen begünstigen ihre Ansiedlung. Auch in Bayern wurde die ursprünglich aus Südostasien stammende Art bereits nachgewiesen. Mittlerweile kommt sie in 26 europäischen Ländern vor.
Anders als viele heimische Mückenarten ist die Tigermücke tagsüber aktiv und besonders stechfreudig. Zudem kann sie Krankheitserreger wie das Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Virus übertragen. Voraussetzung dafür ist, dass sie zuvor einen infizierten Menschen gestochen hat. Die Erreger trägt sie nicht von sich aus in sich.
Das Gesundheitsamt bittet deshalb um Mithilfe. Ziel ist es, eine dauerhafte Ansiedlung und weitere Vermehrung möglichst frühzeitig zu verhindern. Dabei kommt es vor allem darauf an, mögliche Brutstätten zu beseitigen. Schon geringe Mengen stehenden Wassers reichen der Tigermücke für die Eiablage aus. Geeignete Bedingungen findet sie häufig in Gärten, Kleingartenanlagen und auf Friedhöfen.
Folgende Maßnahmen helfen:
- Regentonnen mückensicher abdecken
- Gießkannen, Eimer und unbenutzte Gefäße umdrehen oder geschützt unterstellen
- Vogeltränken, Blumenuntersetzer, Pflanzgefäße und Grabvasen einmal pro Woche leeren und auswischen
- Regenrinnen, Wasserabläufe und Gullys freihalten
- Reifen trocken lagern und herumliegenden Müll entsorgen
- Weihwasserkessel abdecken oder wöchentlich leeren
- Grablichter und Kerzen vor Wasser schützen
Das reine Ausgießen des Wassers genügt nicht immer. Die Eier haften häufig an den Innenwänden der Gefäße und können dort auch längere Trockenzeiten überstehen. Deshalb sollten die Behälter nach dem Leeren gründlich ausgewischt werden.
Friedhofsverwaltungen, Kleingartenvereine und weitere Einrichtungen werden gebeten, die bereitgestellten Informationsmaterialien gut sichtbar auszuhängen.
Mit einfachen, regelmäßig durchgeführten Maßnahmen lässt sich die Zahl möglicher Brutstätten deutlich verringern. So kann jeder dazu beitragen, die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke einzudämmen und den Gesundheitsschutz in der Region zu unterstützen.
Weitere Hinweise enthalten die beigefügten Informationsblätter des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.
