Am Samstag, den 12.09.2026, konnten Feuerwehren und BRK aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach sowie die Feuerwehr Neuhaus an der Pegnitz gemeinsam auf dem Gelände der ZF Friedrichshafen AG in Auerbach eine größere Gefahrgutübung durchführen.

Um 13:46 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einer verletzten Person alarmiert, die beim Entladen eines Stückgut-LKWs verunglückt war.
Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die angenommene Lage: Auf dem Verladehof wurde ein mit mehreren Behältern beladener Stückgut-LKW vorgefunden. Aus einigen der Behälter traten teilweise zunächst unbekannte Stoffe aus. Unter einem der Behälter befand sich zudem die verunglückte Person.
Bereits rund zehn Minuten nach Übungsbeginn gingen die ersten Einsatzkräfte unter Chemikalienschutzanzügen zur Erkundung und Beurteilung der ausgetretenen Stoffe vor.
Für die Feuerwehr standen zahlreiche anspruchsvolle Aufgaben auf dem Programm. Unter anderem mussten unterschiedliche Gefahrstoffe identifiziert und anhand ihrer jeweiligen Eigenschaften sowie möglichen Reaktionen miteinander beurteilt werden.

Die Vielzahl und Kombination der im Übungsszenario dargestellten Stoffe diente dabei ausschließlich der realitätsnahen Darstellung eines möglichen Gefahrgutereignisses und ist in diesem Umfang nicht bei ZF im Einsatz. Um jegliche Gefährdung für die Übungsteilnehmer, Statisten und die Umwelt auszuschließen, kamen als austretende Stoffe ausschließlich präparierte ungefährliche Substanzen (i.d.R. Wasser) zum Einsatz.
Darüber hinaus wurden ein Dekontaminationsplatz mit Schleuse aufgebaut und betrieben, der Brandschutz sichergestellt sowie verschiedene Abdichtungs- und Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.
Die Einsatzleitung der Feuerwehr lag beim 1. Kommandanten der Feuerwehr Auerbach. Unterstützt wurde dieser durch den Fachbereich Gefahrgut, die Drohnengruppe aus Kümmersbruck sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung des Kreisfeuerwehrverbandes Amberg-Sulzbach.
Während der Übung übernahm das BRK die Triage und Versorgung von insgesamt 19 betroffenen Personen. Alle Patienten hatten entweder direkten Stoffkontakt oder zeigten entsprechende Reizungen. Darüber hinaus stellte das BRK die Verpflegung der eingesetzten Einsatzkräfte sicher.

Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung auf reale Einsatzlagen. Sie ermöglichen es den Einsatzkräften, Einsatzabläufe unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren, die Zusammenarbeit verschiedener Einheiten zu festigen und wertvolle Erfahrungen für den Ernstfall zu sammeln.
Bürgermeisterin Birgit Barth, Kreisbrandrat Christof Strobl sowie Wolfgang Röhrer, Leiter Umwelt und Sicherheit am ZF-Standort Auerbach, lobten die professionelle Zusammenarbeit und bekundeten höchste Wertschätzung gegenüber allen Beteiligten, für ihren ganzjährigen Einsatz und die Bereitschaft einen kompletten Samstagnachmittag für eine Übung zu investieren.
Ein herzliches Dankeschön gilt der ZF Friedrichshafen AG für die Möglichkeit, eine Übung in diesem Umfang auf ihrem Gelände durchführen zu können, der Firma Götz Transporte für die Bereitstellung des LKW‘s, der Kreisbrandinspektion für die zeitintensive Organisation und Vorbereitung sowie allen beteiligten ehrenamtlichen Einsatzkräften von Feuerwehr und BRK, die ihre Freizeit in den Dienst der Sicherheit unserer Bevölkerung stellen.
Bilder und Text: Marco Bößl (FF Auerbach / ZF Group)
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