Am 6. Oktober besuchten die Kellmünzer Seniorinnen und Senioren die Stützpunktfeuerwehr Illertissen. Mit dem neu benannten Mannschaftstransporter „Helmut“ der Feuerwehr Kellmünz, dem SOKO-Bussle und mehreren privaten Pkw ging es gemeinsam im Konvoi nach Illertissen. Dort wurden wir von Martin Träger, Jugendwart und Leiter der Kinderfeuerwehr, empfangen. Begleitet wurde die Gruppe außerdem von Heiko Lifka, 1. Kommandant der Feuerwehr Kellmünz, und Jannik Mayerhofer, 2. Kommandant der Feuerwehr Kellmünz.
Bei gutem Wetter startete der Besuch mit einer Führung durch die Außenanlagen. Neben den modernen Einsatzfahrzeugen gab es auch die historischen Feuerwehrfahrzeuge zu bestaunen – darunter ein Oldtimer aus dem Jahr 1957. Anschließend ging es ins Feuerwehrhaus. Besonders interessant waren die 110 Einsatzspinde, die in ihrer Ausstattung und Funktion von der Feuerwehr selbst geplant wurden.
Beeindruckend waren auch die schnellen Abläufe im Einsatzfall: Gesetzlich ist vorgesehen, dass ein Einsatzfahrzeug nach einer Alarmierung innerhalb von zehn Minuten am Einsatzort eintrifft. In Illertissen gelingt es, bereits 4,5 bis 5 Minuten nach der Alarmierung mit dem ersten Fahrzeug aus dem Feuerwehrhaus auszurücken. Damit wird wertvolle Zeit gewonnen, um schnellstmöglich Hilfe leisten zu können.
Im Schulungsraum folgte anschließend ein besonders wichtiger Vortrag zum Brandschutz für Senioren. Martin Träger machte deutlich, dass ältere Menschen im Brandfall aufgrund verschiedener Einschränkungen besonderen Gefahren ausgesetzt sein können. Schwerhörigkeit kann beispielsweise dazu führen, dass ein Rauchmelder nicht wahrgenommen wird. Auch ein nachlassender Geruchssinn, eingeschränkte Mobilität oder Stolperfallen wie Teppiche können im Ernstfall die Flucht erschweren.
Ein wichtiger Rat von Herrn Träger: Im Brandfall Ruhe bewahren und keine unnötigen Risiken eingehen. Ebenso wichtig ist es, bereits im Alltag vorzusorgen. Rauchmelder sollten in jeder Wohnung selbstverständlich sein und regelmäßig überprüft werden. Auch elektrische Geräte, Kerzen, Herd und andere mögliche Gefahrenquellen sollten regelmäßig kritisch betrachtet werden.
Die vielen Hinweise aus dem Vortrag sollten deshalb nicht nur gehört, sondern unbedingt zu Hause umgesetzt werden. Denn Brandschutz beginnt nicht erst, wenn es brennt. Wer mögliche Gefahren frühzeitig erkennt und seine Wohnung entsprechend vorbereitet, kann sich im Ernstfall selbst besser schützen und wichtige Zeit gewinnen. Mit einem Augenzwinkern gab Herr Träger den Seniorinnen und Senioren noch einen besonders einprägsamen Rat mit auf den Weg: „Die Feuerwehr kommt gerne zum Kaffeetrinken – aber bitte nicht zum Einsatz!“
Zum Abschluss ließ die Gruppe den informativen Nachmittag gemütlich bei einer Brotzeit und Getränk in der Florianstube ausklingen. Ein herzliches Dankeschön an Martin Träger und die Stützpunktfeuerwehr Illertissen sowie an unsere beiden Kommandanten für diesen interessanten, lehrreichen und wichtigen Nachmittag!
