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CSU zeigt Geschlossenheit bei Wahlversammlungen
CSU Ergoldsbach
18.02.2026, 14:14
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Im Mittelpunkt der CSU‑Veranstaltung im Hotel Gasthof Dallmeier stand der Teamgedanke einer generationenübergreifend aufgestellten Liste und der Blick auf Haushaltsdisziplin, Ortsentwicklung und Lebensqualität in Ergoldsbach. Zudem gab es einen Prolog zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Wahlkampf.

 

Mit einer Wahlversammlung im Hotel Gasthof Dallmeier hat die CSU Ergoldsbach ihren Kommunalwahlkampf fortgesetzt. Im Saal trafen sich Mitglieder, interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie politische Gäste, darunter Landratskandidatin Claudia Geilersdorfer, Bundestagsabgeordneter Florian Oßner und Bezirksrätin Martina Hammerl. Durch den Abend führten Ortsvorsitzender Daniel Petz und Silvia Dollinger aus der Gemeinderatsfraktion.

 

Petz zeichnete zu Beginn den Weg der CSU Ergoldsbach in den vergangenen Jahren nach: Nach personellen Wechseln und Rücktritten habe sich der Ortsverband seit 2024 neu sortiert und verstehe sich heute als eingespieltes Team, in dem Jüngere und langjährige Gemeinderäte eingespielt zusammenarbeiten. Er verwies auf Aktivitäten wie Sommerfest, Ergoldsbach‑Kalender, Weinfest und das LICHTKLANG‑Konzert, mit denen die CSU über den eigentlichen Wahlkampf hinaus herausragende Angebote für die Bevölkerung geschaffen habe. Der Ortsvorsitzende betonte, man wolle keine unrealistischen Versprechen machen, sondern Projekte mit Blick auf Finanzierbarkeit und Nutzen für die Gemeinde umsetzen.

 

Fraktionssprecher Stefan Ganslmeier gab anschließend einen Einblick in die Arbeit der CSU‑Fraktion im Marktgemeinderat. Er erinnerte daran, dass der aktuelle Haushalt ausgeglichen verabschiedet wurde und sprach von bewussten Entscheidungen und einer klaren Linie im Umgang mit den Gemeindefinanzen. Schwerpunkte seien der Ortsentwicklungsplan, die Verkehrssicherheit, der Zustand von Gebäuden und Freizeitflächen sowie die Kinderbetreuung, deren Kosten nach seinen Angaben bei rund drei Millionen Euro pro Jahr mit deutlich steigender Tendenz liegen. Neue Baugebiete, so Ganslmeier, könnten nur dort entstehen, wo Kita‑Plätze, Schulen und Verkehrslösungen mitgedacht würden und Innenentwicklung Vorrang vor weiterer Zersiedelung habe.

 

Bei der wirtschaftlichen Entwicklung verwies Ganslmeier auf Ergoldsbach als Gewerbestandort und Projekte wie den Unsbacher Berg als Beispiel für flächensparendes, interkommunales Wachstum mit neuen Arbeitsplätzen. Zugleich hob er die Bedeutung der Vereine und des Ehrenamts hervor, etwa beim Umgang mit Freizeitgeländen und Treffpunkten im Ort. Die Schuldenquote der Gemeinde liege laut seinen Ausführungen bei unter 32 Euro pro Kopf, was zusätzlichen Handlungsspielraum für künftige Investitionen sichere.

 

Im zweiten Teil des Abends stellten sich die Bewerberinnen und Bewerber der CSU‑Liste vor. Die Kandidatinnen und Kandidaten sind nach Themenfeldern gegliedert: Wachstum und Lebensqualität, Gemeinschaft/Bildung/Gesundheit sowie Wirtschaft und Zukunftsfähigkeit. Petz machte deutlich, dass auf der Liste Menschen aus verschiedenen Generationen und Berufen vertreten sind – vom Handwerk über Verwaltung bis zur selbstständigen Tätigkeit – und dass Zusammenarbeit über Altersgrenzen hinweg ausdrücklich gewollt sei. Die Kandidaten beantworteten moderierte Fragen zu Infrastruktur, sicherem Schulweg, Friedhof und Freizeitgelände, Seniorenarbeit, Ganztagsbetreuung und medizinischer Versorgung sowie zur Digitalisierung der Verwaltung und zur Rolle des Mittelstands.

 

Die Landratskandidatin Claudia Geilersdorfer stellte im weiteren Verlauf ihren persönlichen Werdegang sowie ihre Ziele und Standpunkte für die zukünftige Landkreispolitik vor. CSU‑Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Florian Oßner richtete ein kurzes Grußwort an die Anwesenden und rief zur Unterstützung der CSU‑Kandidatinnen und ‑Kandidaten auf.

 

Zum Auftakt der Veranstaltung hielt Petz einen Prolog zum Thema Künstliche Intelligenz im Wahlkampf. Anhand typischer Formulierungen, Emoji‑Einsatz und stilistischer Muster erläuterte er, wie Bürgerinnen und Bürger mögliche KI‑Texte erkennen und politische Aussagen kritischer einordnen können. Ziel war es laut seinen Ausführungen, für Chancen und Risiken digital erzeugter Inhalte zu sensibilisieren und den bewussten Umgang mit Informationen auch auf kommunaler Ebene zu fördern.

 

Nach den Programmteilen blieb Zeit für Gespräche zwischen Gästen, Mandatsträgern und Kandidierenden. Das Echo sei, so die Organisatoren, überwiegend positiv gewesen; mehrfach wurde hervorgehoben, dass die CSU als geschlossenes, generationenübergreifend aufgestelltes Team wahrgenommen werde – auch ohne eigenen Bürgermeisterkandidaten.