Das erfolgreiche Duo präsentierte sein Programm „Zwoaschneidig“
Hunding. Das in ganz Bayern und darüber hinaus bekannte Kaberett-Duo Tom & Basti aus der Mauth im bayerischen Wald füllte vor kurzem den Hundinger „Goldberg-Stadl“. Bürgermeister Thomas Straßer hieß neben den Besuchern auch die beiden nach zwei Jahren erneut in Hunding herzlich willkommen. Er freute sich, dass er nicht groß die „Werbetrommel“ rühren musste, denn die Veranstaltung war innerhalb von nur drei Wochen ausverkauft. Knapp 200 Besucher füllten den Stadl bis auf den letzten Platz und konnten miterleben, dass in den heute gestandenen Mannsbildern immer noch die alten Kindsköpfe stecken.
Das musikalische Programm im ausschließlich bayerischen Dialekt, das Tom mit der Gitarre und Basti mit seiner Steirischen präsentieren, wird zwischen den Stücken gefüllt mit derbem gegenseitigem „Derblecken“. Die Lieder mit vielseitigem Hintergrund wie die Baugenehmigung für einen Carport oder die Männergrippe, haben viele ähnlich schon erlebt. Der Song vom „Bayerischen Einheitsdialekt“ wurde zwar von keinem verstanden, hörte sich aber auch gut an. Die Art, den „Witz“ ans Publikum zu bringen, ist einzigartig, auch mit den zwischenzeitlichen schauspielerischen Einlagen, wie etwa die plötzliche Erkrankung von Tom, die zur Pause überleitete.
Die Texte der Stücke vom „All inclusive Peter“ oder „Dann trink i mei Bier hoid alloa“ beschreiben Situationen, in die man sich hineinversetzen kann, genauso wie das musikalische „Duell“ zwischen Weihnachtsfanatiker Basti und Urlaubsfreak Tom, der den Strand „ohne Gwand“ dem Weihnachtsspektakel vorzieht. Die beiden können aber auch leise Töne anschlagen: Die eingängige Melodie und der Text zum „Liad vom Bacherl“ erinnert daran, die uns zur Verfügung stehende Zeit besser zu nutzen. Die lautstark geforderten Zugaben wurden gerne gegeben, der neue Text zum Song „Sierra Madre“ mit „Mehra, meara Tiramisou, mehra, mehra Sahane“ war von den Besuchern auch schnell gelernt. Oder das Lied vom Rehragout mit dem Refrain „Und irgandwann treib i dann Sport“.
Man sieht den beiden ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum nicht an, vielleicht liegt’s daran, dass ihre Programme in erster Linie für Spaß und Gaudi stehen. Die Liebe zur Heimat und der einheimischen Sprache sind in jedem Stück spürbar. Sie unterstreichen den Dialekt auch als Ausdruck eines wiederentdeckten niederbayerischen Selbstbewusstseins. Das Publikum war jedenfalls begeistert und dankte es Tom & Basti mit langanhaltendem Applaus.
Text und Foto: Bernhard Süß

Urlaubsfreak Tom (r.) konterte musikalisch dem Weihnachtsfanatiker Basti im Hundinger „Goldbergstadl“ vor ausverkauftem Haus.
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