Ziel ist es, mögliche Gefahren durch Starkregenereignisse zu erkennen, Risiken zu bewerten und geeignete Schutzmaßnahmen zu planen.
Auf Basis von digitalen Geländemodellen und Flächennutzungsdaten wurden für das gesamte Gemeindegebiet Starkregengefahrenkarten erstellt. Die Karten zeigen, wo sich Wasser bei häufigen, seltenen oder extremen Starkregenfällen ansammeln kann.
Für Ihr Grundstück können Sie als Eigentümer die Starkregengefahrenkarte anfordern. Diese finden Sie unter https://sas.starkregen.de . Hier können Sie gezielt Ihre Straße auswählen und einsehen, ob Ihr Grundstück in einem gefährdeten Bereich liegt.
- Wasser kann über Kellerfenster, Lichtschächte, Garageneinfahrten oder Türen ins Haus gelangen
- Auch Rückstau aus dem Kanal kann zu Schäden führen
- Gefährdete Bereiche sollten überprüft und dauerhaft oder mobil geschützt werden
So können Sie sich vor Starkregen schützen:
- Einbau einer Rückstauklappe oder einer dezentralen Rückstausicherung
- Kellerfenster und Lichtschächte abdichten oder erhöhen
- Mobile Schutzsysteme wie Dammbalken oder Sandsäcke bereithalten
- Strom ausschalten und überflutete Räume meiden
- Verwendung von druckdichten Fenstern und Türen
- Abschluss einer Elementarversicherung
Jeder Grundstückseigentümer ist gemäß § 5 Wasserhaushaltsgesetz verpflichtet soweit wie möglich selbst Vorsorge zu treffen. So tragen Sie aktiv dazu bei Schäden zu vermeiden
Nächster Schritt für Sie als Bürger:
- Abfrage der Starkregengefahrenkarte unter https://sas.starkregen.de
- Prüfung ob Ihr Grundstück sich in einem gefährdeten Bereich befindet
- Sofern notwendig: Planung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen
Landwirtschaftliche Maßnahmen:
In Zusammenarbeit mit dem Projekt „Boden:ständig“ (Amt für Ländliche Entwicklung) sollen auf landwirtschaftlichen Flächen zusätzliche Rückhalte und Grünstreifen angelegt werden, um Erosion und Abfluss zu verringern.
Ausbau eines Mess-Frühwarnsystems:
Geplant ist der Ausbau eines lokalen Mess- und Überwachungssystems um extreme Starkregenereignisse frühzeitig zu erkennen:
- Aufbau von Niederschlags und Pegelsensoren im Gemeindegebiet
- Echtzeit Analyse von Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes
- Bereitstellung eines Starkregen Frühalarmsystems als App für Bürger und Einsatzkräfte
Nächste Schritte der Gemeinde:
- Prüfung und Beantragung von Fördermitteln
- Prüfung technische und finanzielle Umsetzbarkeit:
- Planung von Hochwasserrückhaltebecken um die Abflussmenge des Starkregens zu verringern
- Berücksichtigung der Starkregengefahrenkarten bei Bebauungsplänen und Bauanträgen
- Prüfung Aufbau eines Starkregen-Frühalarmsystems
Weitere Informationen finden Sie unter:
Hochwasserinformation und Vorsorge Land Bayern: https://www.hochwasserinfo.bayern.de
Hochwasserfibel des Bundesbauministeriums: https://www.fib-bund.de/Inhalt/Themen/Hochwasser
Informationsvideo Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: https://www.youtube.com/watch?v=ofdZxY3XXh0
