Gegen den direkten Abstiegskonkurrenten, die zweite Mannschaft des ASV Burgelengenfeld, gewannen wir in der vorletzten Runde der Kreisliga nach einem sehr spannendem Kampf mit 3,5 zu 2,5 und sicherten uns damit den Ligaerhalt.
Nach dem siebten Spieltag belegten wir mit 2 Punkten den drittletzten Platz und Burglengenfeld mit einem Punkt den letzten Platz. Somit war allen klar, dass dieses Match über den Ligaerhalt entscheiden wird. Dem entsprechend ging es ernsthaft zur Sache. Immer wieder hörte man angestrengtes Stöhnen während der Partien.
Nach zwei Stunden Spielzeit gab es den ersten Punktgewinn für Parsberg. Bastri Sopi erweis sich mal wieder als Punktgarant. Durch ein Abzugsschach gewann Bastri erst einen Bauern, dann noch einen Bauern und schließlich sogar noch die Qualität. Dadurch kam sein Gegner zwar zu einem Gegenangriff, als dieser jedoch abgewehrt war blieb dem Burglengenfelder nur noch die Aufgabe.
Pechvogel des Spieltags war Gerhard Goletz. Gerhard spielte eine starke Partie gegen einen stärker eingestuften Gegner. Dieser bot sogar Remis an. Gerhard spielte jedoch weiter, hatte dann einen Blackout und stellte eine Figur ein. Mit dem Punktverlust glich Burglengenfeld aus.
Dafür hatte unser Wiedereinsteiger Kurt Junghans einen ausgesprochen guten Tag. Im gelang es zunächst die Partie ausgeglichen zu halten, gewann dann die Qualität. Sein Gegner versuchte noch verschiedene Kniffe, die Kurt aber alle rechtzeitig erkannte und seinen Vorteil schließlich zum Punktgewinn verwandelte.
Somit stand es nach 3 Stunden 2 zu 1 für Parsberg. Bei normalen Kreisligakämpfen sind jetzt schon fast alle Partien beendet. Leider stand Kadri Sakinmaz für uns auf Verlust und bei Albert Scheuerer und Michael Held sah es stark nach Remis aus. Wegen der bedrohten Lage von beiden Mannschaften gabt keiner auf und es wurde überall weitergespielt.
Kadri Sakinmaz am Spitzenbrett hatte leider zwei Bauern weniger. Die Mehrbauern seines Gegenüber bewegten sich unaufhaltsam Richtung der 8. Linie zum Umwandeln vor. Kadri probierte verschiedenste Kniffe und Tricks, aber sein Gegner fiel auf nichts herein. Deswegen musste Kadri schließlich aufgeben. Somit stand es 2 zu 2.
Albert Scheuerer hatte ein Damenendspiel auf dem Brett. Sowohl er als sein Gegner hatten nur noch die Damen und Bauern. Diese Endspiele sind meist Remis. Da eine Dame die gefährlichste Angrifffigur ist, hat aber jeder noch Chancen auf einen Fehler des Gegners. Albert behielt jedoch die Übersicht und sein Burglengenfelder Gegenspieler musste schließlich einsehen, dass heute kein Gewinnen gegen Albert möglich war.
Somit brachte die Partie von Michael Held die Entscheidung. Michael hatte es mit einer äußerst selten Variante nach d4 tu tun. Nachdem er die Eröffnung überstanden hatte, bot sich die Gelegenheit für einen Angriff. Sebastian Dittscheid aus Burglengenfeld verteidigte jedoch sehr gut. Schließlich hatte jeder nur noch einen schwarzen Läufer und 5 Bauern. Sebastian hatte teilweise nur noch 1,5 Minuten Bedenkzeit. Als die Bauern abgetauscht wurden schlug Sebastian in der falschen Reihenfolge. Dies nutzte Michael aus und konnte so völlig überraschend nach 4,5 Stunden Spielzeit anstatt eines Remis die Partie gewinnen.
Insgesamt gewannen wir somit mit 3,5 zu 2,5. Damit bleiben wir auf dem 8. Platz der Tabelle, haben zwei Mannschaften unter uns und können nicht mehr absteigen. Unser Saisonziel ist damit endlich erreicht. Unsere sehr sympathischen Gegner aus Burglengenfeld haben nur noch theoretische Chancen, den Abstieg zu verhindern.
