Das Smartphone gehört für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag. Umso wichtiger sind bewusste Pausen und ein guter Ausgleich. Dazu rief das Bayerische Kultusministerium mit der Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit vom 12. bis 16. Oktober 2026 auf. Das Motto lautete: „Smartphone aus. Welt an.“
Die Schülerinnen und Schüler sollten ihre Mediennutzung hinterfragen und mehr Raum für Bewegung, persönliche Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse schaffen. Auch der Schutz der Umwelt gehörte dazu. Ziel war ein bewusster Umgang mit der eigenen Gesundheit, digitalen Geräten und wertvollen Rohstoffen. Die GMS Mühlhausen griff diese Anliegen mit vielfältigen Aktionen auf.
Bewegung und Entspannung in der Grundschule
Die Klassen 1a und 1b meisterten gemeinsam Bewegungsspiele im Freien. Beim Kastanienstaffellauf transportierten die Kinder eine Kastanie auf einem Löffel. Geschick, Teamgeist und gegenseitiges Kennenlernen standen dabei im Mittelpunkt.
Die zweiten Klassen probierten einfache Übungen für den Alltag aus. Hampelmänner, Kniebeugen und kleine Bewegungsspiele zeigten: Aktiv sein braucht weder besondere Geräte noch viel Zeit. Die dritten Klassen lernten Yoga-, Atem- und Entspannungsübungen kennen. Dabei ging es darum, den eigenen Körper wahrzunehmen und Ruhe zu finden.
Die Klasse 4a sammelte Ideen für einen Tag ohne Smartphone. Dazu gehörten Brettspiele mit der Familie, Bücher tauschen, Basteln und Spielen im Freien. Die Klasse 4b setzte eine Alternative direkt um: Die Kinder brachten Gesellschaftsspiele mit und spielten in kleinen Gruppen. Sie übten, Regeln einzuhalten, Rücksicht zu nehmen und fair miteinander umzugehen.
Die eigene Handynutzung im Blick
Die Klasse 5a untersuchte mithilfe eines Podcasts und eines Films die eigene Handynutzung. Die Kinder lernten, ihre Bildschirmzeit zu prüfen, und sammelten Tipps gegen Ablenkung. Im Kunstunterricht bauten sie ein „Handy-Bett“. Als Hausaufgabe sollten sie das Smartphone einen Tag ausschalten und zur Seite legen.
Die Klasse 7a verband das Thema mit dem Mathematikunterricht. Sie erfasste Bildschirmzeiten in einer Tabelle und stellte sie als Säulendiagramm dar. Anschließend setzte sich die Klasse Ziele für weniger Zeit am Handy.
Auch die neunte Klasse dachte über ihren Handykonsum nach. Die Jugendlichen betrachteten Bildschirmzeiten, genutzte Apps und die Nutzung am Tag und in der Nacht. Viele stellten fest, dass das Smartphone sie von anderen Tätigkeiten und persönlichen Treffen ablenkt. Ein freiwilliger Verzicht für zwei bis drei Tage ist als nächster Schritt geplant.
Verantwortung für die Umwelt übernehmen
Die Klasse 6a sammelte während der Woche Müll auf dem Schulgelände. Im Werkunterricht gestalteten die Kinder eigene Stempel aus mitgebrachten Materialien. Auch die bestehende Sammelstation der Schule für alte Handys, Stifte und Druckerpatronen rückte in den Blick. Sie hilft, wertvolle Rohstoffe wiederzuverwerten.
Die Aktionswoche zeigte: Schon kleine Veränderungen schaffen mehr Zeit für Bewegung, Begegnung und gemeinsame Erlebnisse. Ein herzlicher Dank gilt allen Lehrkräften sowie den Schülerinnen und Schülern für ihre Ideen und ihren Einsatz.
